Schüler bringen 30 000 Euro zur Polizei

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Diesen Tag werden die vier Jungs und zwei Mädchen aus Gundelfingen bei Freiburg im Breisgau so schnell nicht vergessen: Auf dem Weg zum Albert-Schweitzer-Gymnasium sahen sie gestern am Ortseingang Geldbündel auf der Straße liegen. Ohne lange zu überlegen, nahmen sie die Scheine an sich und brachten sie zur Polizei. Freudestrahlend hätten sie die Bündel dem erstaunten Beamten übergeben, sagt eine Polizeisprecherin. Der nahm „eine ganz normale Fund­anzeige“ auf und schrieb anschließend für die sechs 12- und 13-Jährigen eine Entschuldigung dafür, dass sie zu spät zur Schule gekommen sind. Wem das Geld gehört, ist bislang ein Rätsel.

„Es hat sich noch niemand gemeldet“, sagte die Polizeisprecherin. Das Geld könne auf dem Weg zu einem Notartermin verlorengegangen sein. Oder dessen Besitzer wollte ein Auto kaufen und bar bezahlen. Die Scheine könnten aber auch aus einem Einbruch oder einer anderen kriminellen Handlung stammen. „Möglich ist alles.“

Vom Albert-Schweizer-Gymnasium war keine Stellungnahme zu bekommen. Noch nicht einmal die Frage, ob sie stolz auf ihre ehrlichen Schüler sind, wurde beantwortet. Aber Gundelfingens Bürgermeister Raphael Walz sagte, er freue sich, „dass wir in Gundelfingen so ehrliche und integere Jugendliche haben“. 

Was mit dem Geld geschieht, wenn sich der Besitzer nicht meldet, ist noch unklar. Klar ist aber, dass den Schülern Finderlohn zusteht. Petra Walheim

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