Schorndorf ist kein zweites Köln

|

Mutmaßungen waren nach den ersten Meldungen von Übergriffen bei der Schorndorfer Woche schnell im Umlauf: Migranten sollen verantwortlich dafür sein, dass das Volksfest in Teilen aus dem Ruder lief. Doch das war  mitnichten so. Die Polizei hat gestern für Klarheit gesorgt: Schorndorf ist kein zweites Köln.

Nicht Flüchtlinge haben Exzesse ausgelöst, sondern Alkohol, der bei Abiturienten und Realschülern an diesem Tag in Strömen floss. Krawalle waren die Folge, wohl auch Gewalt und Aggression. Die Polizei muss diese Exzesse aufarbeiten und zwar genau mit der Sachlichkeit, die sie gestern an den Tag gelegt hat.

In Verruf gebracht haben das Fest viele: Die Jugendlichen, die im Delirium Verstand und Anstand vergessen haben. Einzelne Migranten, die Frauen begrapscht und belästigt haben.

Nichts von dem ist zu tolerieren. Jeder, der identifiziert werden kann, muss für die Ausschreitungen zur Rechenschaft gezogen werden, unabhängig von seiner Herkunft. Möglicherweise müssen aber auch die Veranstalter überlegen, ob Alkohol ohne Limit ausgeschenkt werden darf.

Kommentieren

Kommentare

18.07.2017 17:45 Uhr

Klarheit in Strömen

"Die Polizei" habe "gestern für Klarheit gesorgt", frohlockt Elisabeth Zoll. "Nicht Flüchtlinge" hätten die Schorndorfer "Exzesse ausgelöst, sondern Alkohol, der bei Abiturienten und Realschülern an diesem Tag in Strömen floss".

Für Klarheit gesorgt hat die Polizei mitnichten. War in ihrer Pressemeldung noch von einem "großen Teil" von "Personen mit Migrationshintergrund" die Rede, aus dem heraus "es zu zahlreichen Flaschenwürfen gegen andere Festteilnehmer" gekommen sei, so ruderte Polizeipräsident Eisele zwar tags drauf vor der Presse - dreimal darf man raten, warum - beflissen zurück: Weil die Flaschenwürfe "aus der Anonymität" erfolgt seien, könnten über die Nationalität der Werfer keine Angaben gemacht werden. Eisele: "Deshalb haben wir ja auch einen Zeugenaufruf gestartet."

Wohlan, Zeugin Zoll, das Aalener Polizeipräsidium freut sich sicherlich über ihren Anruf.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

1972 war es noch die Einkreisung: Geschichte wiederholt sich

Wie Wolf-Dieter Freyberger, Eugen Weimar und Edi Hartmann die Einkreisung 1972 erlebt haben und was sie zum jetzt geplanten Ausstieg sagen. weiter lesen