Städte berichten von deutlichem Plus bei den Briefwählern

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Ein Wähler steckt in Stuttgart einen Wahlbrief in eine Wahlurne. Foto: Marijan Murat  Foto: 

Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl hat die Zahl der Briefwähler in Stuttgart bereits die Gesamtzahl von 2013 übertroffen. Bislang hätten mehr als 95 000 Menschen Briefwahl beantragt, bei der Bundestagswahl vor vier Jahren seien es insgesamt 93 148 gewesen, sagte der Leiter des Statistischen Amtes der Landeshauptstadt, Thomas Schwarz, am Dienstag. Bis zum Ende der Briefwahlfrist erwarte er mehr als 100 000 Briefwahlanträge, nach grober Schätzung ist dies ein Drittel der Wähler und ein neuer Rekord. Amtskollegen in anderen Städten berichteten von ähnlichen Trends. Die Stadt Karlsruhe bestätigte das: Bislang habe sie 46 000 Briefwähler gezählt. Das seien bereits mehr als die Gesamtzahl von 2013, die damals bei 41 200 gelegen hatte.

Die klassischen Gründe für die Wahl mit Wahlschein seien Gebrechlichkeit, Krankheit, Urlaub, Arbeit am Sonntag. Wahlbriefe aus dem Ausland, wie sie das Amt bereits etwa aus Hongkong, Ungarn, Japan und den USA erhalten hat, seien die Ausnahme, sagte Schwarz. Sie stammten von Urlaubern oder von Menschen, die keinen deutschen Wohnsitz mehr haben, aber zuletzt in Stuttgart gemeldet waren. Die Wahlbriefe werden in der Regel an das Statistische Amt verschickt.

Bei der Bundestagswahl 2013 lag der Anteil der Wähler, die im Südwesten vorzeitig ihre Stimme abgaben, bei 22,5 Prozent. Eine landesweite Zahl bei dieser Bundestagswahl wird nach Angaben von Landeswahlleiterin Christiane Friedrich erst im Zuge der Feststellung des endgültigen Ergebnisses am 6. Oktober bekannt gegeben. Bei der Wahl am 24. September sind im Südwesten 21 Parteien zugelassen.

Bundeswahlleiter zur Briefwahl

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