Schmiedel kritisiert OB Fritz Kuhn

SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel hat dem Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) Untätigkeit bei der baulichen Gestaltung von Flächen vorgeworfen, die durch den Stuttgart-21-Tiefbahnhof frei werden.

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"Ich wäre dankbar, wenn ich irgendeine Spur von Initiative sehen könnte, das Thema zu diskutieren", sagte Schmiedel am Freitag auch mit Blick auf den Engpass an bezahlbaren Wohnungen in Ballungszentren.

Durch die Verlegung des Bahnhofs unter die Erde werden rund 100 Hektar Flächen für die Stadtentwicklung frei, die bisher vor allem durch Gleise belegt sind. Das Potenzial des zentralen Geländes im vollständigen Besitz der Landeshauptstadt sei bundesweit einzigartig, sagte Schmiedel. Er hoffe, dass das Thema nach der Landtagswahl an Fahrt aufnimmt. Kuhn betonte, das Jahr 2016 stehe in Stuttgart im Zeichen der Bürgerbeteiligung zur Entwicklung des neuen Rosenstein-Quartiers. "Beim Thema Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung braucht die Stadt Stuttgart keine Ratschläge von Herrn Schmiedel", sagte Kuhn weiter. Er fügte hinzu: "Herr Schmiedel macht Wahlkampf auf Kosten der Wahrheit."

Im Rosensteinviertel soll ein Muster-Stadtteil entstehen, etwa 6200 Wohnungen und 4000 Arbeitsplätze sind im Gespräch. Doch auch das Konfliktpotenzial ist groß: Das Projekt wird von den Stuttgart-21-Gegnern kritisch beäugt.

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Kommentare

30.03.2016 20:25 Uhr

S21 - eine Planänderung jagt die andere

Am 9. April nun sind Stuttgarts Bürger zur Mitgestaltung des "Rosensteinviertels" eingeladen. Es soll also über ein zu bebauendes Gebiet gesprochen werden, obwohl noch gar nicht sicher ist, ob es überhaupt bebaut werden kann.

Alleine schon die Unruhe im Aufsichtsrat der DB AG in Sachen Weiterbau trotz gravierender Unwirtschaftlichkeit von S21, der Wink mit dem Zaunpfahl einer anderen Führung der Gäubahn statt über den Flughafen, das sich bis zu einem St.-Nimmerleinstag hinziehende Planungsverfahren in Sachen Abstellbahnhof Untertürkheim, die immer noch anstehenden Risiken in Sachen Mineralwasser, Gipskeuper und Hangrutschungen in der City, die enorme weitere Kosten verursachen können.

Wöchentlich neue Bekanntgaben von Planänderungen etc. etc. deuten mehr und mehr darauf hin, daß S21 finanziell und technisch nicht mehr zu stemmen ist. Es mutet mehr als verwunderlich an, dass hier ein OB Kuhn in Fortsetzung der Träumereien seines Vorgängers Schuster (CDU) so Unwichtiges wie die Bebauung des Rosensteinparks angeht, wo die Lösung der katastrophalen Verkehrs- und Luftverhältnisse in Stuttgart, die mit der Sperrung eines wichtigen Streckenastes der Stadtbahn über mehrere Jahre noch verschärft werden, an erster Stelle stehen sollte...

Stuttgart ist leider ein Opfer der größten Politiker-Nieten aller Zeiten in Sachen Verkehrspolitik geworden.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.s-21-im-kernerviertel-bahn-droht-neuer-konflikt-page1.b6bef5da-7229-4ff5-bdd8-6c7c3c115256.html

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06.02.2016 22:41 Uhr

Sandkastenspielereien Marke Schmiedel

Der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende hat zwar mit Stuttgart 21 den Segen Gottes auf seiner Seite, doch ob seine Äußerungen diesbezüglich immer qualifiziert sind, steht auf einem anderen Blatt.

Wohl um vom desaströsen Verlauf des Tunnelbau- und Immobilienprojektes S21 abzulenken, bringt er plötzlich die seiner Meinung schleppend verlaufende Planung für das neue Rosensteinviertel ins Spiel. Er möchte ohne jegliche Grundvoraussetzung ins Blaue hinein planen, weil er sich durch dieses Projekt vermeintliche Vorteile für den Wahlkampf erhofft.

Da S21 aber in allen Punkten schwachsinnig ist, wird sein Plan scheitern. Wie soll man denn eine bauliche Gestaltung planen, wenn man noch nicht einmal weiß, wann welche Flächen frei werden und gebaut werden kann? Wann wird der Untergrundbahnhof denn in Betrieb gehen? Welche Flächen können überhaupt bebaut werden? Wieviel Gleise vom Kopfbahnhof müssen für einen vernünftigen Bahnbetrieb letztendlich erhalten bleiben?

Vor dem sogenannten VE wurde den Bürgern die Fertigstellung 2019 vorgegaukelt, danach redete man plötzlich von 2021, außer Herrn Schmiedel weiß jeder, das auch dieser Termin nicht zu halten ist. Wird der Lochbahnhof überhaupt jemals in Betrieb gehen oder wacht OB Kuhn vielleicht in letzter Sekunde doch noch aus seinem Dornröschenschlaf auf und rettet unser Mineralwasser, um nicht in einem Zug mit den S21-Betreibern als willkürliche Zerstörer der Berger und Cannstatter Heilquellen in die Geschichtsbücher einzugehen?

http://www.kopfbahnhof-21.de/sandkastenspiele-im-rosenstein/

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