Schlittenhunderennen im Schwarzwald

Huskys jagen durch Schnee und Eis, die Hunde sind bekannt für ihre Ausdauer, können lange Strecken bewältigen. Jetzt steht eine Schlittenhunde-WM im Schwarzwald bevor - wenn das Wetter mitspielt.

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Laufen, laufen, laufen: Am Wochenende ist das Schlittenhunderennen im Schwarzwald. Rund 1000 Huskys starten bei dem internationalen Wettbewerb.  Foto: 

Mit bis zu 40 Stundenkilometern jagen die Schlittenhunde durch den Schnee: Rund 1000 Vierbeiner aus über 21 Nationen sollen von Freitag an bei der Schlittenhunde-Weltmeisterschaft im Südschwarzwald antreten. Die Wintersportregionen Bernau (20. bis 22. Februar) und Todtmoos (27. 2. bis 1. März) sind in diesem Jahr wieder die Gastgeberstädte des Spektakels. Die Organisatoren erwarten in beiden Orten mehr als 40.000 Zuschauer.

Mehr als 300 Schlittenhundeführer (Musher) aus der ganzen Welt sollen bei der WM dabei sein. Die Veranstalter des Verbandes Deutscher Schlittenhundesportvereine (VDSV) rechnen mit vielen Sportlern aus Kanada, den USA, Neuseeland und Russland. Auch aus dem spanischen Andorra sollen Schlittenhunde anreisen.

Schlittenhunderennen sind in Deutschland nicht unüblich. Vor allem im Harz sprinten regelmäßig Schlittenhunde - bekannt sind vor allem Huskys - über die Schneepisten. Bei der "Trans-Thüringia" in Thüringen beispielsweise bewältigen die Teilnehmer die mit 280 Kilometern längste Strecke in Mitteleuropa. An diesem Wochenende bestreiten die Teilnehmer in Bernau (Kreis Waldshut) zunächst die Disziplinen Mitteldistanz und Skijöring. In der Mitteldistanz treten jeweils sechs oder zwölf Hunde gegeneinander an, die an drei Tagen insgesamt 120 Kilometer zurücklegen müssen. Beim Skijöring wird der Schlitten gegen Langlaufski getauscht: Die Hunde ziehen den Skifahrer dann an einem Seil bis ins Ziel.

Die Wetterverhältnisse spielen eine wichtige Rolle. Mindestens 15 Zentimeter Schnee werden laut eines Sprechers des VDSV benötigt, um den Wettbewerb austragen zu können. Die ideale Außentemperatur sollte um den Gefrierpunkt liegen, aber zum Wohle der Tiere auf keinen Fall höher als 8 Grad Celsius sein. Für Bernau und Todtmoos sehe es momentan sehr gut aus.

Tierschützer sind bei Schlittenhunderennen generell vorsichtig: "Voraussetzung für die tierschutzgerechte Ausübung des Schlittenhunderennsports ist, dass das Wohlbefinden der Hunde im Vordergrund steht", sagte ein Sprecher des Tierschutzbundes. Die Organisatoren des Rennens betonten, dass bei allen Wettbewerben Tierärzte dabei seien, die den Gesundheitszustand der Hunde ständig prüften. "Das Wohl der Hunde steht im Mittelpunkt ", sagt der Sprecher des Schlittenhunde-Verbandes VDSV.

Vier anerkannte Rassen

Drahtig oder kräftig Es gibt vier offiziell anerkannte Schlittenhunde-Rassen. Die bekanntesten und bei Rennen am häufigsten eingesetzten Tiere sind Siberian Huskys. Sie gehören mit einer Schulterhöhe von etwa 55 Zentimeter zu den kleineren Schlittenhunden und laufen im Rennen mehr als 30 Kilometer pro Stunde. Sie sehen den Alaskan Malamute ähnlich. Diese sind jedoch deutlich kräftiger und größer. Wegen ihrer kräftigen Statur können sie beim Tempo nicht mit den drahtigen Siberian Huskys mithalten. Dafür ziehen sie mehr Gewicht.

Anhänglich oder eigenwillig Sehr kräftig und groß ist auch der Grönlandhund. Von dieser Rasse leben in Deutschland jedoch nicht sehr viele. Die Tiere gelten als sehr eigenwillig. Der Samojede fällt mit seinem langen und hellen Fell auf, er sieht aus wie ein übergroßer Spitz.

 

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