S-21-Vergleich: Tillich erntet heftigen Protest

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die Proteste gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 mit ausländerfeindlichen Ausschreitungen in seinem Bundesland verglichen und damit Kritik ausgelöst.

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Der Spitzenkandidat der Linken im Südwesten, Bernd Riexinger, forderte über den Kurznachrichtendienst Twitter eine Entschuldigung für eine "entlarvende Frechheit".

Auch der Sprecher der S-21-kritischen Parkschützer, Matthias von Herrmann, protestierte: "Tillich vergreift sich im Ton und beweist völlige Unkenntnis." Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Matthias Gastel nannte den Vergleich des sächsischen Landeschefs "ungeheuerlich" und erklärte weiter: "Tillich verharmlost den Rechtsextremismus in Sachsen und kriminalisiert gleichzeitig die Stuttgart 21-Kritiker." Tillichs Aussagen hatten in den sozialen Netzwerken zu heftigem Protest geführt.

Der CDU-Politiker hatte sowohl in der ARD als auch im ZDF über eine unsachliche Debatte in der Gesellschaft über die Flüchtlingspolitik gesprochen. Dabei hatte er an die S-21-Diskussion erinnert, "wo es kaum möglich war, einen Dialog zu führen". Erst nach Einschalten eines Moderators sei es zu einer Versachlichung gekommen, sagte er im ZDF. In Stuttgart hatte damals der CDU-Politiker Heiner Geißler versucht, die Kontroverse in geordnete Bahnen zu lenken.

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