Rottweiler entscheiden über den Bau einer Hängebrücke

|
So könnte die Brücke vom Turm in die Stadt aussehen.  Foto: 

Die Hängebrücke über das Neckartal sei eine große Chance für Rottweil, den Tourismus weiter voran zu bringen. Das sagen Oberbürgermeister Ralf Broß, die Touristiker und all die anderen Befürworter. Die Gegner befürchten die Zerstörung einer „einzigartigen Parkanlage“, an der die Brücke andocken soll. Welches Lager die Mehrheit bekommt, das wird sich am Sonntag gegen 19 Uhr zeigen. Dann soll das Ergebnis des Bürgerentscheids feststehen.

20 000 Rottweiler sind aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben und zu entscheiden, ob eine 606 Meter lange Hängebrücke von der Rottweiler Altstadt über das Neckartal hin zum Aufzugs-Testturm von ThyssenKrupp gebaut werden soll. Günter Eberhardt, Geschäftsführer der Eberhardt Bewehrungsbau GmbH aus Hohentengen (Kreis Sigmaringen), hat der Stadt den Bau der Brücke angeboten. Er möchte dafür sechs Millionen Euro investieren.

Die Brücke soll die Besucher der höchsten Aussichtsplattform Deutschlands auf dem Turm dazu verlocken, nach den Ausblicken auch noch die Stadt zu besichtigen und Geld hinein zu tragen. Der Turm steht im Gewerbegebiet „Berner Feld“, etwas außerhalb von Rottweil. Das Neckartal trennt Turm und Altstadt. Die Hängebrücke wäre die kürzeste Verbindung in die Stadt.

Die Brücke an sich ist nur wenig umstritten. Die Diskussionen entzünden sich an ihrem Verlauf. Geplant ist, sie an der Parkanlage „Bockshof“, direkt an der historischen Stadtmauer, andocken zu lassen. Die Anlage ist Teil der Rottweiler Altstadt, und die steht seit 1984 unter  Denkmalschutz. Deshalb haben das Landesdenkmalamt und die Bürgerinitiative „Rottweil OHNE Hängebrücke“ „erhebliche Bedenken“.

Sie bringe pro Jahr 200 000 Besucher mehr in die Stadt, argumentierte Oberbürgermeister Ralf Broß in einer Einwohnerversammlung. Das hat ein Tourismus-Gutachten ergeben. Das werde der Stadt gut tun, ihr aber keinesfalls schaden. Das Mehr an Gästen bringe dem Handel, der Gastronomie und der Hotellerie  neuen Aufschwung. Um den wachsenden Verkehr zu bewältigen, werde ein Parkleitsystem realisiert.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Auf der Ulmer Bahnhofstraße prallen Welten aufeinander

Bei Regen und Kälte ist nur wenig zu sehen von den unhaltbaren Zuständen, die einige Geschäftsleute auf der Bahnhofstraße beklagen. Doch es gibt sie, auch wenn es derzeit eher entspannt zugeht. weiter lesen