Rekordhalter Gabius: Mehr Geld für Anti-Doping-Kampf

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Arne Gabius. Foto: Marijan Murat/Archiv

Der deutsche Marathon-Rekordhalter Arne Gabius hat eine Verzehnfachung der finanziellen Mittel für den internationalen Anti-Doping-Kampf gefordert. Es sei nötig, den Etat der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA von rund 30 Millionen Euro pro Jahr auf 300 Millionen Euro zu erhöhen, sagte der 35-Jährige der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwoch). Ende 2016 gab die WADA ihr Budget für das Jahr 2015 mit rund 29,5 Millionen Dollar (27,5 Millionen Euro) an.

„Die Welt-Anti-Doping-Agentur benötigt mehr Geld“, erklärte Gabius, der seit Jahresbeginn für den Verein Therapie Reha Bottwartal in der Nähe von Heilbronn startet. „Ich würde die Länder beteiligen, abhängig von ihrem sportlichen Erfolg“, sagte der in Stuttgart lebenden Athlet. Wer den Medaillenspiegel bei Olympischen Spielen anführe, zahle zehn Millionen Euro, der Zehnte in dieser Tabelle eine Million Euro. „Das wäre doch ein tolles Zeichen: Je erfolgreicher eine Nation ist, umso mehr finanziert sie den Kampf gegen Doping.“

Nach einer langwierigen Schambeinverletzung, wegen der er die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro verpasste, will Gabius am 9. April in Hannover sein Marathon-Comeback geben, sagte er den Zeitungen weiter. Sein Fernziel sind die Spiele 2020 in Tokio. Vom 7. Februar an will er ein Trainingslager in Kenia absolvieren.

WADA-Budget

Gabius-Interview

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