Regress-Prozess gegen Klinik nach Amoklauf

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Das Landgericht Heilbronn befasst sich am 22. März mit dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen. Eine Zivilkammer verhandelt über die Klage des Vaters von Tim K., der Ärzten und Therapeuten eine Mitschuld an den Morden seines Sohnes gibt. Der Jugendliche hatte sich wegen einer selbst diagnostizierten "manisch-depressiven Störung" an die Psychiatrie-Klinik in Weinsberg gewandt.

Bei dem Amoklauf am 11. März 2009 erschoss der 17-Jährige in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen, ehe er sich selber tötete.

In der ambulanten Behandlung in Weinsberg soll der spätere Mörder von "Hass auf die Welt" und Tötungsabsichten gesprochen haben. Beim Strafprozess gegen den Vater vor dem Landgericht Stuttgart verweigerten Klinikmitarbeiter die Aussage. Die Eltern behaupten, sie seien nicht über den Zustand ihres Sohnes informiert worden. Ihrer Ansicht nach hätten sie gewarnt werden müssen, um das Verbrechen zu verhindern. Der Abschlussbericht war erst nach den tödlichen Schüssen verschickt worden.

Der Jugendliche hatte leichten Zugang zur Tatwaffe, der Pistole seines Vaters, die ungesichert im Kleiderschrank lag. Der Unternehmer war deshalb zu einer 18-monatigen Strafe auf Bewährung verurteilt worden. Mit der Klage gegen die Klinik will er von weiteren Ansprüchen auf Schmerzensgeld und Schadenersatz freigestellt werden.

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