Rechtsaufsicht: Jugendamt hat korrekt gehandelt

Im Fall des zu Tode geprügelten dreijährigen Alessio nimmt das Regierungspräsidium (RP) Freiburg das in der Kritik stehende Kreisjugendamt in Schutz.

|

Offensichtliche Verfahrensfehler seien nicht zu erkennen, teilte das RP gestern mit. Dies habe die Prüfung durch die Rechtsaufsicht ergeben. Auch personelle Defizite oder Mängel gebe es nicht.

Alessio war vor einem Monat in Lenzkirch im Schwarzwald zu Tode geprügelt worden. Tatverdächtig ist sein Stiefvater. Der 32-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. In der öffentlichen Kritik steht das Jugendamt. Es soll Warnungen ignoriert haben. Doch das Jugendamt des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald habe alle Standards eingehalten und juristisch korrekt gehandelt, sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (parteilos) nach der vier Wochen dauernden Prüfung. Dennoch gebe es Möglichkeiten der Verbesserung. So sollten Vorgesetzte früher informiert und Abläufe genauer dokumentiert werden. Dies sei im konkreten Fall versäumt worden.

Das RP ist nach Angaben eines Sprechers zwar Aufsichtsbehörde, aber nicht Fachaufsicht. Es konnte nur prüfen, ob das Jugendamt gegen geltendes Recht verstoßen hat. Ob die Entscheidungen sinnvoll waren, könne man nicht bewerten. Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) hatte das Regierungspräsidium als Rechtsaufsicht damit beauftragt, den Fall zu untersuchen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

FDP-Kandidat Alexander Kulitz löst Ticket in den Bundestag

Über die Landesliste für die FDP in den Bundestag: Alexander Kulitz ist neben Ronja Kemmer (CDU) und Hilde Mattheis (SPD) der lachende Dritte aus Ulm. weiter lesen