Polizei: Hilfe beim Vorgehen gegen zugewanderte Straftäter

|
Der baden-württembergische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hans-Jürgen Kirstein. Foto: Lino Mirgeler/Archiv

Die Gewerkschaft der Polizei fordert mehr Unterstützung beim Vorgehen gegen Mehrfachtäter aus dem Ausland. „Unsere Mitglieder haben häufig den Eindruck, dass die Arbeit der Polizei von den politisch Verantwortlichen nicht ernst genommen wird“, sagte der Landesvorsitzende Hans-Jürgen Kirstein den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag). Für die Kollegen sei es schwer, nachzuvollziehen, dass jemand, der in Deutschland Hilfe suche und dann straffällig werde, „mit nur sehr geringen oder gar keinen Folgen zu rechnen“ habe.

Bei zugewanderten Straftätern werde oft großer Ermittlungsaufwand betrieben, „weil notwendige Abgleichungen über die Landesgrenzen hinaus nicht möglich sind oder nur sehr erschwert zustande kommen“, erklärte Kirstein. Eine Geldstrafe könne von den Betroffenen in der Regel aber nicht gezahlt werden und weitere Maßnahmen blieben aus. Kirstein: „Das führt in vielen Fällen dazu, dass es sich immer mehr um polizeibekannte Personen handelt.“

„Hier muss die Politik ihre Verantwortung übernehmen und deutliche Zeichen setzen“, sagte der Gewerkschafter dem Blatt. Eine Strafe müsse „im festgelegen Rahmen auch an die oberste Grenze gehen und nicht nur an der niedrigsten Schwelle enden“.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ende der möglichen Jamaika-Koalition kam für viele Ulmer überraschend

Umfrage: Einige Passanten hätten sich eine Einigung gewünscht, manche finden das Handeln der FDP jedoch konsequent. weiter lesen