Versehen führte zu Amok-Fehlalarm in Stuttgart

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Polizei vor Gebäude der VHS Stuttgart. Foto: Andreas Rosar

Grund für den falschen Amokalarm in der Stuttgarter Innenstadt ist ein Missgeschick gewesen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte die Wasserdampfwolke einer Spülmaschine am Montag den Brandmelder in der Volkshochschule ausgelöst. Eine Frau versuchte daraufhin, diesen auszuschalten. Dabei drückte sie aber versehentlich den Alarmknopf. Eine Überprüfung durch einen Techniker ergab demnach die manuelle Auslösung als Ursache. Zuvor waren die Ermittler von einem technischen Defekt ausgegangen.

Die Volkshochschule war am Montagabend evakuiert worden, nachdem ein Amokalarm ausgelöst worden war. Die Polizei war mit mehreren Dutzend Beamten im Einsatz. Die Beamten brachten nach der Sicherung des Gebäudes rund 150 Menschen ins Freie, die sich zuvor wie bei einem Amokalarm vorgeschrieben, in den Räumen eingeschlossen hatten.

Ob die Frau für die Einsatzkosten aufkommen muss, wurde noch geprüft. Details zu ihrer Person wurden zu ihrem Schutz nicht mitgeteilt. Nach Angaben der Polizei war sie aber berechtigt, sich in der Volkshochschule aufzuhalten - und keine Kursteilnehmerin.

Polizisten durchsuchten am Montagabend das komplette Gebäude. Sie fanden jedoch keine Hinweise auf eine Gefährdungslage. Die Besucher der Volkshochschule mussten stundenlang im Gebäude ausharren. Die Menschen in dem Gebäude wurden von den alarmierten Kräften psychologisch betreut.

Die Stuttgarter Straßenbahnen AG stellte Busse zur Verfügung. Rund um den Rotebühlplatz kam es wegen des Polizeieinsatzes zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Ende September 2016 war in einer Schule in Eberbach (Rhein-Neckar-Kreis) fälschlicherweise Amokalarm ausgerufen worden. Grund war demnach ein defektes Ansageband. Im April des vergangenen Jahres stellte sich ein Amokalarm an einer Schule in Radolfzell am Bodensee als Fehlalarm heraus.

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