Pfullendorfer Kaserne will Aufnahmerituale künftig verhindern

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Ein Fahrzeug der Bundeswehr steht vor einem Übungsgelände der Staufer-Kaserne. Foto: Thomas Warnack

Aufnahmerituale unter Soldaten sind aus Sicht der Bundeswehr-Kaserne in Pfullendorf nur schwer zu verhindern. „Zu hundert Prozent ausschließen können wir das nie“, sagte Leutnant Thomas Merten am Montag im Ausbildungszentrum Spezielle Operationen in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen). Künftig solle aber ein Offizier des Wachdienstes abends durch die Unterkünfte der Soldaten gehen. Zudem hoffe die Kaserne auf mehr Personal, um auch nach Dienstschluss eine Aufsicht an dem Standort gewährleisten zu können - diese gebe es derzeit ab dem späten Nachmittag nicht mehr.

Das Ausbildungszentrum war in die Kritik geraten, weil es demütigende Aufnahmerituale und entwürdigende Behandlungen von Soldaten gegeben haben soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Als Konsequenz aus den Vorfällen, die Ende Januar bekannt wurden, soll es auch personelle Veränderungen geben: Am 1. März übernimmt nach Angaben der Bundeswehr Oberst Carsten Jahnel die Leitung des Ausbildungszentrums von Oberst Thomas Schmidt. Zudem sei der Major der von den Vorwürfen betroffenen Inspektion versetzt worden, seine Nachfolge stehe aber noch nicht fest, sagte Merten.

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