Online-Reportage-Projekt der SÜDWEST PRESSE zur Landtagswahl 2016

In einem Monat entscheiden die Bürger bei der Landtagswahl, von wem sie regiert werden wollen. Mit einem Online-Projekt wirft die SÜDWEST PRESSE einen Blick auf den Südwesten "Vor der Wahl".

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Das Multimedia-Projekt "Vor der Wahl" ist in drei Abschnitte aufgeteilt: "Das Land", "Die Herausforderungen" und "Die Gestalter".  Foto: 

Am 13. März, also heute in einem Monat, wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. 7,7 Millionen Menschen können dann entscheiden, wer das Land in den kommenden fünf Jahren regieren soll und damit auch, welche Richtung sie sich für die nächste Legislaturperiode wünschen. Soll Grün-Rot nur eine Zwischenepisode nach 58 Jahren CDU-Regentschaft gewesen sein? Oder wünschen sich die Bürger weitere fünf Jahre mit Winfried Kretschmann an der Spitze? Die Bürger stehen: "Vor der Wahl".

So heißt das Reportage-Projekt der SÜDWEST PRESSE, das am Samstag online geht. In multimedialen Reportagen - in Text, Bild, Video und Grafik - geht es darum, Baden-Württemberg im Februar 2016 zu porträtieren: Wie steht es um das Land im Südwesten der Republik? Reporter der SÜDWEST PRESSE sind deshalb durch Baden-Württemberg gefahren und haben zu verschiedensten Themen recherchiert, haben mit Menschen gesprochen und dem Land auf den Zahn gefühlt.

"Vor der Wahl" setzt bewusst Schwerpunkte, die der Redaktion vor dem 13. März wichtig erscheinen. Die Seite ist in drei Abschnitte aufgeteilt: "Das Land", "Die Herausforderungen" und "Die Gestalter".

In der Rubrik "Das Land" stellen wir - grafisch aufbereitet - Fragen an Baden-Württemberg: Dabei sind naheliegende Fakten wie zur Demografie der Südwest-Bevölkerung. Aber auch weit weniger beachtete Statistiken: Wieviele minderjährige Frauen haben in Baden-Württemberg ein Kind zur Welt gebracht? Wie hoch ist der Anteil der Schwerbehinderten an der Bevölkerung? "Vor der Wahl" soll informieren, aber auch unterhalten und neugierig machen auf das Land.

Wir sind etwa in Kirchheim unter Teck unterwegs, das bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2011 von allen Städten und Gemeinden am nächsten am Gesamtergebnis dran war (und auch bereits 2006 unter den Top Fünf lag), und fragen stellvertretend: Wie geht es den Menschen in der Stadt, die so wählt wie das gesamte Land? Was läuft gut? Wo drückt der Schuh?

Auf dem Programm steht auch ein Besuch beim Treffen der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall, von denen es gemäß dem Spruch "Jedes Dorf ein Weltmarktführer" im Südwesten ja reichlich gibt.

Die selbe Reporterin hat sich im Rahmen der zweiten Rubrik, "Die Herausforderungen", aber auch die Frage gestellt: Wie aufgeschlossen ist man in Baden-Württemberg abseits von Innovationen in den bestehenden Industrien für Neues? Wie steht es um Start Ups im Land?

Herausforderungen meint deshalb auch nicht nur die Analyse, wie das Land derzeit dasteht, sondern auch: Wo will das Land hin, um seine Errungenschaften und hohen Standards in Zukunft halten zu können? Da ist natürlich die Frage der Integration von Flüchtlingen - aber auch die nach Bildung. Wir fahren die Bundesstraße von Ulm nach Freiburg und diskutieren, wie es um die hiesige Infrastruktur bestellt ist.

Die dritte Kategorie, "Die Gestalter", besteht aus vier Interviews mit den "Stimmenkönigen" der vier bisher im Landtag vertretenen Parteien - also denjenigen Abgeordneten, die für CDU, Grüne, SPD und FDP bei der Wahl 2011 die meisten Stimmen holten: Wie schafft man das? Und vor allem: Wie bleibt man es? Was treibt sie an? Eine persönliche Annäherung an vier der 138 Landtagsabgeordneten.

Welche Partei passt zu mir?

Welche Partei ist für den Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg? Wie stehen die Parteien zur Gemeinschaftsschule? Und was ist ihre Position zur zügigen Verteilung von Flüchtlingen auf Kommunen?

Angelehnt an den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung können Sie mit Hilfe des SÜDWEST-PRESSE-Wahlhelfers überprüfen, welche Partei Ihre Interessen in Baden-Württemberg am stärksten vertritt oder mit wessen Meinung Sie am ehesten übereinstimmen.

Der Wahlhelfer fragt 14 Thesen ab, die die Bürgerinnen und Bürger im Südwesten beschäftigen - etwa aus den Bereichen Verkehr, Wohnen, Bildung und Migration. Die Nutzer können Einschätzungen geben, wie wichtig Ihnen die einzelnen Themen sind. Dieselben Fragen haben auch die Spitzenkandidaten von Grünen, SPD, CDU, FDP, Die Linke und AfD bekommen. Leider hat die AfD - auch nach nochmaliger Bitte - unseren Fragebogen nicht ausgefüllt zurückgeschickt. Aus diesem Grund sind die Positionen der AfD im SWP-Wahlhelfer auch nicht auswertbar.

Bei jeder These können Sie zwischen fünf Antworten wählen: "ja", "eher ja", "egal", "eher nein" und "nein". Wenn Sie alle Fragen entsprechend eingeordnet haben, erscheint ein Diagramm, das zeigt, wie stark Ihre Antworten mit denen der jeweiligen Parteien übereinstimmen (prozentuale Einordnung). Klicken Sie auf einen der Balken, öffnen sich weitere Informationen: Sie sehen, wie die Partei die Fragen im Einzelnen beantwortet hat, zudem liefert jede der Parteien eine kurze Begründung zu ihrer Einschätzung ("Begründung" anklicken).

Mit den Ergebnissen des Wahlhelfers geben wir keine Wahlempfehlung ab. Wir möchten Ihnen jedoch die Möglichkeit geben, die Positionen der Parteien zu wichtigen landespolitischen Themen in Baden-Württemberg zu vergleichen.

Außerdem in unserem Dossier: die gebündelte Wahlkampfberichterstattung der SÜDWEST PRESSE und ihrer Partner. Über eine praktische Filterfunktion nach Wahlkreisen können Sie die Berichterstattung regional eingrenzen.

Umfrage sieht Linke im Landtag

Vier Wochen vor der Landtagswahl im Südwesten sieht eine Umfrage die Linke im Landtag. Eine repräsentative Befragung im Auftrag der "Schwäbischen Zeitung" ergab für die Partei 5,5 Prozent. In den jüngsten Umfragen unter anderem von "Infratest" und "Forschungsgruppe Wahlen" hatte die Linke die Fünf-Prozent-Hürde deutlich nicht geschafft. Die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann kämen nach der neuesten Auswertung auf 26,1 Prozent. Die CDU mit Spitzenkandidat Guido Wolf steht bei 33,1 Prozent, die SPD bei 15,6 Prozent. Die FDP käme mit 5,1 Prozent nur knapp über die Fünf-Prozent-Hürde. Die Demoskopen sehen die rechtspopulistische Alternative für Deutschland bei 10,5 Prozent.

Damit wären weder Grün-Rot noch Schwarz-Gelb möglich. Auch eine Ampel aus Grünen, SPD und FDP wäre ohne Mehrheit.

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