Onkel muss nach Vergewaltigung sechs Jahre in Haft

Ein 54-Jähriger hat mehrfach seine beiden Neffen vergewaltigt. Dafür schickt ihn das Landgericht Mosbach für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Angeklagte hatte sich zu einem Geständnis durchgerungen.

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Mit knappen Worten bestätigte er, dass die Anklage wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung von Kindern richtig sei. Weinend fügte er noch hinzu: "Es tut mir leid." Damit beschleunigte er den Prozess und handelte sich zudem eine mildere Strafe ein. Anstatt der ursprünglich geplanten zwei Verhandlungstage konnte Richter Alexander Ganter noch am Vormittag das Urteil verkünden, das rechtskräftig ist.

61 Mal hat der gelernte Gärtner seine Neffen sexuell missbraucht - von 1994, damals waren die beiden sieben und elf Jahre alt, bis 2009. Einen Jungen hat er siebenmal vergewaltigt. Mit Rücksicht auf die heute erwachsenen Opfer wurde die Verhandlung nichtöffentlich geführt.

Die meisten angeklagten Taten stellte das Gericht ein, weil sie sich nicht auf das Strafmaß ausgewirkt hätten. Auch dadurch wurde die Verhandlung verkürzt. Das Gericht nahm zwar die Alkoholsucht des kinderlosen Ehemanns zur Kenntnis, bei der Strafzumessung fiel sie jedoch nicht ins Gewicht. Die Strafkammer ging davon aus, dass der Täter bei seinen kriminellen Übergriffen nicht so betrunken war, dass er nicht mehr gewusst hatte, was er seinen Neffen antut.

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