OB-Wahl in Karlsruhe: Sieben Männer treten an

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Bei der Oberbürgermeisterwahl in Karlsruhe am 2. Dezember treten sieben Männer an. Chancen auf die Nachfolge von Amtsinhaber Heinz Fenrich (CDU), der altershalber nicht mehr kandidiert, dürften nur zwei Bewerber von CDU und SPD haben.

Der christdemokratische Lokalmatador Ingo Wellenreuther (52), als Bundestagsabgeordneter und Präsident des Fußballclubs KSC bestens vernetzt, hatte sich bei der Nominierung gegen seine Parteifreundin Margret Mergen, Erste Bürgermeisterin in Karlsruhe, mit fast 70 Prozent der Stimmen klar durchgesetzt. Vor der internen Abstimmung registrierte die CDU auffallend viele neue Mitglieder, ein Großteil davon aus dem Umfeld des KSC.

Für die Sozialdemokraten geht der Staatssekretär im Kultusministerium Frank Mentrup (48) ins Rennen. Er stammt aus Mannheim, wo Wellenreuther 2007 OB werden wollte, aber sich mit 32 Prozent dem SPD-Bewerber Peter Kurz geschlagen geben musste. Mentrup wird unterstützt von Grünen, Piraten und der kommunalen Wählervereinigung KAL. Diese Allianz macht sich Hoffnung, nach 40 Jahren die Vorherrschaft der CDU im Rathaus zu beenden.

Der Entscheidung von 220 000 Wahlberechtigten in der drittgrößten Stadt des Landes fällt nach dem Debakel der CDU bei der Stuttgarter OB-Wahl zusätzliche Bedeutung und Beachtung zu. Aufmerksam wurde registriert, dass sich der frühere ENBW-Chef Gerhard Goll trotz seines CDU-Parteibuchs für den SPD-Mann Mentrup stark macht. Auch wenn sich derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen abzeichnet, schätzen einflussreiche Christdemokraten die Siegchancen Wellenreuthers als eher gering ein. Doch nur hinter vorgehaltener Hand wird die Absage an Margret Mergen (51) als Fehler bezeichnet.

Wenn keiner der Kandidaten am 2. Dezember die absolute Mehrheit erhält, fällt die Entscheidung beim zweiten Wahlgang am 16. Dezember.

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