NSU-Ausschuss will Unterstützernetzwerk durchleuchten

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Wolfgang Drexler (SPD) in Stuttgart. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Der NSU-Untersuchungsausschuss will mögliche Unterstützerstrukturen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Baden-Württemberg weiter durchleuchten - auch wenn die Rechtsterroristen laut Staatsschutz kein Helfernetz im Südwesten hatten. Der Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) teilte am Dienstag mit, es sei „nahezu unvorstellbar“, dass der NSU keine Unterstützer gehabt haben soll, wie hochrangige Ermittlungsbeamte von Landes- und Bundeskriminalamt am Montag dargelegt hatten.

„Das Trio hat seine Taten akribisch geplant. Auch die Tat in Heilbronn wurde in kürzester Zeit mit extremer Perfektion durchgeführt. Daher überzeugt mich die These von einer Spontantat nicht“, sagte Drexler. 

Für die sechs Sitzungen bis zur Sommerpause hat der Ausschuss den Informationen zufolge eine Vielzahl an Zeugen geladen. Die Rechtsterroristen des NSU sind nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft für zehn Morde zwischen 2000 und 2007 verantwortlich, darunter dem Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn.

NSU-Untersuchungsausschuss II

NSU-Untersuchungsausschuss I

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