NSU-Ausschuss nimmt sich noch einmal den Ku-Klux-Klan vor

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Durchgestrichenes Hakenkreuz auf Wand der Ruine Oberlimpurg in Schwäbisch Hall. Foto: M.Murat/Archiv  Foto: 

Der NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart beschäftigt sich noch einmal mit dem rassistischen Ku-Klux-Klan (KKK). An diesem Montag geht das Landtagsgremium der Frage nach, ob es Verbindungen zwischen dem Klan zu anderen rechtsextremistischen Strukturen und zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) gegeben hat. Dazu wird einen Mann mit Pseudonym Didi White befragt, der sich als „Europachef“ einer KKK-Gruppe in Schwäbisch Hall bezeichnet hatte. Als Zeuge geladen ist auch ein Mann, der sowohl Kontakte zu Skinheads in Ostdeutschland als auch zum KKK in den USA gehabt haben soll.

Bereits der erste Untersuchungsausschuss im Landtag hatte den KKK genau unter die Lupe genommen, in dem auch zwei Polizisten in den Jahren 2001/2002 zeitweise Mitglieder waren. Einer der Beamten war später Gruppenführer der Polizistin Michèle Kiesewetter, die im April 2007 in Heilbronn ermordet wurde. Die Bundesanwaltschaft schreibt die Tat dem rechtsterroristischen NSU zu. Er soll für insgesamt zehn Morde verantwortlich sein - an Migranten und an Kiesewetter

Der Untersuchungsausschuss geht der Frage nach, welche Verbindungen des NSU zu Baden-Württemberg bestanden und ob es hier möglicherweise Helfer und Unterstützer gab. Vermutungen und Spekulationen gibt es viele - Belege für ein Unterstützernetzwerk hat der Ausschuss bislang aber nicht. Der NSU war im Herbst 2011 aufgeflogen. Bis dahin wussten die Behörden auch in Baden-Württemberg nichts von der Existenz der Rechtsterroristen.

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