Noch mehr Wald soll unberührt bleiben

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In ihrer nach eigenen Angaben "bundesweit einmaligen Naturschutzstrategie" verfolgt die grün-rote Landesregierung das Ziel, "den dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt bis 2020 zu stoppen und eine positive Entwicklung bis 2050 einzuleiten". Naturschutz- und Forstminister Alexander Bonde hat die Strategie Ende 2014 vorgestellt. Seitdem läuft die Umsetzung. Der zwei Jahre alte Nationalpark Schwarzwald, das gut fünf Jahre alte Biosphärengebiet Schwäbische Alb und auch das kürzlich ausgewiesene Biosphärengebiet Südschwarzwald sind Teile dieser Strategie. Mit ihnen wird vor allem das Ziel verfolgt, bis 2020 zehn Prozent der landeseigenen Wälder aus der Nutzung zu nehmen und sich selbst zu überlassen. Das sind 33 000 Hektar. Aktuell werden fünf Prozent des Staatswaldes nicht bewirtschaftet.

Der Nationalpark Schwarzwald ist ein wichtiger Teil dieser Strategie. Seine Kernzone liefert für das Ziel aktuell einen Prozentpunkt. Doch wenn in 30 Jahren 75 Prozent des Nationalparks Kernzone sein werden, liegt sein Anteil bei zwei Prozentpunkten. Weitere Anteile zum Erreichen des Zieles liefern Bannwälder und Mini-Bannwälder. "Die sind zum Teil schon vorhanden oder werden neu ausgewiesen", sagt Thomas Deines, Sprecher des Landesbetriebs ForstBW. Zähle man alle Mini-Bannwälder des Landes zusammen, seien das 1,15 Prozent des Staatswaldes.

Deines spricht von einem vor Jahrzehnten begonnenen, kontinuierlichen Prozess. Damals sei das Ziel gewesen, zwei Prozent des Staatswaldes unberührt zu lassen. Nun seien es zehn Prozent. "Der Prozess hat erheblich an Dynamik gewonnen." Auch die 90 Prozent des Staatswaldes, die bewirtschaftet werden, dienten nicht allein der Holzwirtschaft. Hier sei das Ziel, den Wald sowohl ökonomisch als auch ökologisch und als Erholungsgebiete zu nutzen.

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