Neues SWR Symphonieorchester freundlich aufgenommen

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Das neue SWR Symphonieorchester mit Dirigent Peter Eötvös (m) in Stuttgart. Foto: Silas Stein/Archiv

Mehr als 90 Musiker des mit insgesamt 175 Mitgliedern nun größten Konzertorchesters Deutschlands bestritten die Premiere am Donnerstag unter Leitung des ungarischen Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös. Vor allem der leidenschaftliche Auftritt der barfuß spielenden Geigerin Patricia Kopatchinskaja als Solistin in Eötvös' Violinkonzert "DoReMi" löste im Publikum des ausverkauften Beethovensaals der Liederhalle Begeisterung aus.

Der SWR übertrug das ansonsten ohne großen Enthusiasmus gefeierte Konzert mit Werken von Béla Bartók, Gustav Mahler und der anwesenden finnischen Komponistin Kaija Saariaho live im Internet ? und zeitversetzt im Fernsehen. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken waren geteilt. Manche Zuhörer kritisierten erneut, dass die Fusion der beiden großen SWR-Rundfunkorchester nach 70 Jahren Eigenständigkeit eine "Tragödie" sei. Auch viele Zuschauer im Saal meinten, dass das neue Orchester erst noch seinen eigenen Klang finden müsse. 

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hatte die vor mehr als vier Jahren beschlossene Fusion mit Sparzwängen begründet. Die Zahl der Musiker soll sich in den kommenden 5 bis 10 Jahren auf 119 reduzieren. Entlassungen sind aber nicht geplant. Der SWR will durch die Fusion fünf Millionen Euro pro Jahr einsparen. Hauptspielorte des neuen Orchesters sind neben Stuttgart auch Freiburg und Mannheim.

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