Neues Gelände für KSK-Übungen bei Nagold

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Soldaten des KSK bei einer Übung.  Foto: 

  Der Flugplatz des Flugsportvereins Nagold/Hai­terbach soll ein Gelände für Fallschirm-Luftlandeübungen des in Calw stationierten Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr werden. Es wäre die erste öffentliche Fläche, die nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem Bundeswehrflughafen umgewidmet wird. „Das KSK ist auch ein Wirtschaftsfaktor“, sagte Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann. „Mitarbeiter und Angehörige wohnten in der Region.“

Bisher nutzte das KSK im Kreis Böblingen den Flugplatz Renningen-Malmsheim. Dieser grenzt jedoch an das Bosch-Zentrum für Forschung und Entwicklung. Dieses möchte die Bosch-Gruppe weiterentwickeln und benötigt dafür mehr Fläche.

 Derzeit wird auf dem ausgewählten Gelände zwischen Nagold-Gündringen und Haiterbach neben dem Segelflugplatz auch intensive Landwirtschaft betrieben. Busch- und Baumbewuchs gibt es kaum. 40 Hektar werden für das Übungsgelände benötigt. Derzeit ist die anvisierte Fläche im Besitz von rund 50 Eigentümern. Die Landsiedlung Baden-Württemberg kümmert sich um den Grunderwerb. Wenn das Übungsgelände eingerichtet ist, wird es an den Bund weiterverkauft.

Das Antragsverfahren erarbeitet die Oberfinanzdirektion Karlsruhe im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung. Die luftrechtliche Genehmigung muss das Luftfahrtamt der Bundeswehr erteilen. Rund zwei Jahre soll das Verfahren dauern.

Drei bis vier Tage pro Monat will das KSK das Gelände zu Übungszwecken anfliegen. Die Fallschirmspringer springen aus Transall- oder Herkulesmaschinen ab. Die Transportflugzeuge überfliegen die Absetzfläche nur. Ein Lärmgutachten muss erst noch erstellt werden. Kleine ­Flugzeuge und Hubschrauber werden dort landen. Außerdem fahren Busse und Transportfahrzeuge das Gelände an. Neben dem KSK können auch befreundete Streitkräfte das Übungsgelände nutzen, an maximal 60 Tagen im Jahr. Der Flugbetrieb des Segelflugvereins soll an übungs­freien Tagen weiterhin möglich sein.

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