Neuer Service: Vermittlung von Facharztterminen

Wer kein Notfall ist, aber dringlich einen Facharzt aufsuchen soll, kann ab Montag den Terminservice der Kassenärztlichen Vereinigung nutzen.

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Stimmen die Voraussetzungen, dann soll kein Patient mehr länger als vier Wochen auf einen als dringlich erachteten Termin beim Facharzt warten müssen. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat am Donnerstag in Stuttgart den Terminservice vorgestellt, der am Montag startet. Er geht zurück auf die vom Bundestag erlassene Vorschrift, entsprechende Servicestellen einzurichten. Geholfen werden soll Patienten, die in absehbarer Zeit keinen Termin beim Facharzt bekommen, obwohl ihr Hausarzt das für nötig hält.

Die landesweit zum Ortstarif geschaltete Telefonnummer bei der KVBW - 0711-78753966 - kann erfolgreich nur anrufen, wer über einen Überweisungsschein vom Hausarzt verfügt, auf dem ein (nur einmal geltender) Code steht. Nicht vermittelt werden Arzttermine in Notfällen (empfohlen wird, sofort einen Arzt aufzusuchen oder den Rettungsdienst unter 112 anzurufen) sowie aufschiebbare Termine. Auch für dringliche Termine bei Haus- und Kinderärzten sowie bei Psychotherapeuten steht der Service nicht zur Verfügung.

Keine Rücksicht nimmt die Terminservicestelle auf den Wunsch nach einem bestimmten Arzt oder einem bestimmten Zeitpunkt. Mit den Kassen wurde vereinbart, dass in der Regel die vermittelnden Ärzte in einem Umkreis von 30 Minuten Fahrzeit liegen. Nur in selteneren Fällen sollen Praxen in einer Entfernung von bis 60 Minuten Fahrzeit angeboten werden. Ziel ist es, maximal zwei Terminangebote innerhalb von vier Wochen zu machen.

Der Vorstandsvorsitzende der KVBW, Dr. Norbert Metke, räumte ein, dass "wir in einzelnen Facharztgruppen Wartezeiten haben, die viele Patienten als zu lang empfinden." Die neue Terminservicestelle werde das Problem aber höchstens kurzfristig lindern. Die Hauptursache sei "die Überlastung des Systems." Es gebe keine Patientensteuerung, so dass, oft gleich der Facharzt aufgesucht werde, selbst wenn er nicht zuständig ist. Auch fehlten zum Teil einfach Ärzte.

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