Neuer Chef für das Kommando der Bundeswehr

Das in Ulm stationierte Bundeswehrkommando, das Auslandseinsätze führen soll, erhält einen neuen Chef: Generalleutnant Markus Bentler geht.

|

Seit zwei Jahren führt Generalleutnant Markus Bentler das Ulmer Bundeswehrkommando "Operative Führung Eingreifkräfte". Am 18. Dezember übergibt der Befehlshaber an seinen Nachfolger, Generalmajor Richard Rossmanith. Bentler wechselt nach Brüssel, er wird dort Deutscher Militärischer Berater bei der Europäischen Union und der Nato. Von dort aus wird er erneut mit der Ulmer Truppe zu tun haben: Wenn das Kommando im Auftrag der EU oder der Nato, wie vorgesehen, den Auslandseinsatz international zusammengesetzter Streitkräfte übernimmt, entweder von Ulm, vom Einsatzführungskommando Potsdam aus oder vor Ort.

Die vergangenen zwei Jahre war der Generalleutnant damit beschäftigt gewesen, das Führungskommando aus Ulm zuerst vor dem Rotstift der Bundeswehrreform zu retten und anschließend auf verstärkte internationale Beteiligung umzubauen. Vor allem in europäischen Staaten wurde für die Idee geworben, möglichst viele sollten hohe Militärvertreter in das Kommando schicken, um ein international zusammengesetztes Befehlszentrum aufzubauen. Wenn er jetzt die Wilhelmsburgkaserne verlässt, sind die Weichen gestellt: Viele Staaten haben feste Zusagen gegeben, sich an diesem Kommando zu beteiligen. Vertreter der Europäischen Kommission haben kürzlich während einer Übung in Potsdam der Einsatztruppe über die Schulter geschaut. Sie waren sich einig: Dies ist ein wichtiger Beitrag und der nächste Schritt hin zu einer europäischen Sicherheitspolitik. Das mag eine Rolle gespielt haben, als Generalleutnant Markus Bentler zum Deutschen Militärischen Vertreter Deutschlands in Brüssel berufen wurde.

Sein Nachfolger Generalmajor Richard Rossmanith hat ebenfalls viel Erfahrung mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Er arbeitete seit 2009 bis Januar 2012 als stellvertretender Stabschef in der ISAF-Führung in Kabul und war Kontaktmann in die afghanische Regierung hinein, in die vielen Gruppierungen im Land und auch zur EU und zur Nato. Seit Januar ist er zurück im Nato-Hauptquartier in Heidelberg. Er wird in Ulm die internationale Basis des Kommandos weiter ausbauen müssen. Und das Kunststück fertig bringen, ein Kommando fit zu halten, das den Ernstfall erst einmal, bei der Absicherung der Wahlen im Kongo, miterlebt hat.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Ortsname Merklingen wird auf Twitter für rechte Parolen missbraucht

Tweets mit fremdenfeinlichen Äußerungen unter dem Schlagwort „#Merklingen“. Bürgermeister Sven Kneipp: „Wir können da drüber stehen.“ weiter lesen