Naturschützer klagen gegen Wasserkraftwerke in Schwaben

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Naturschützer haben wie angekündigt eine erste Klage gegen eine Reihe von Wasserkraftwerken im Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg eingereicht. An der Iller will ein Investor acht neuartige Schachtkraftwerke errichten. Die Technologie wurde an der Technischen Universität München (TU) entwickelt.

Die Kraftwerke sollen in Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) und sieben Nachbargemeinden gebaut werden. Sechs Standorte sind im Freistaat, zwei in Baden-Württemberg. Die Iller verläuft in diesem Bereich fast auf der Landesgrenze.

Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis habe nun das erste Kraftwerk genehmigt, erklärten Vertreter von Bund Naturschutz in Bayern und BUND Baden-Württemberg am Donnerstag in Illertissen. Dagegen sei Klage beim Verwaltungsgericht Sigmaringen eingereicht worden. Das Wasserkraftwerk mache eine dauerhafte Iller-Renaturierung zugunsten von Natur- und Hochwasserschutz unmöglich.

Die Entwickler der Schachtkraftwerke betonen hingegen, dass die Technik besonders umweltfreundlich sei. Der Name leitet sich davon ab, dass Turbine und Generator unter der Wasseroberfläche in einem Schacht im Flussbett verbaut werden. Daher schütze dieses Kraftwerk „in hohem Maße Fische vor Verletzungen“, teilte die TU mit.

Pressemitteilung TU München zu Schachtkraftwerken

Bund Naturschutz in Bayern zu Wasserkraftwerken

BUND-Mitteilung zur Klage

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