Angeklagter Ehemann beteuert Unschuld am Tod seiner Frau

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Ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Ein wegen Totschlags an seiner Ehefrau angeklagte 43 Jahre alte Mann hat vor dem Landgericht Stuttgart seine Unschuld beteuert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die 36-Jährige am 12. Oktober 2015 in ihrem Haus in Ludwigsburg im Streit erwürgt und später nackt in einem Gebüsch abgelegt zu haben. Anschließend rief er zunächst seine Schwiegermutter an, dann die Polizei, um sie als vermisst zu melden. Die Vorwürfe bestritt der Beschuldigte beim Prozessauftakt am Montag vehement.

„Es war an diesem Tag nichts Ungewöhnliches, außer, dass Nadine nicht mehr heimgekommen ist“, ließ er über seine Verteidiger mitteilen. „Die Polizei wollte auf Biegen und Brechen einen Täter finden.“ Mehrmals wiederholte der Angeklagte in seiner Einlassung den Satz: „Ich hätte meiner Frau nie etwas antun können.“ Probleme in seiner Ehe habe es zwar gegeben, zu Details wollte er sich aber nicht äußern. Seine Verteidigerin Amely Schweizer meinte: „Die Beweise der Staatsanwaltschaft können eine Täterschaft nicht belegen.“ Es gebe kein Motiv, dafür aber viele Indizien und noch mehr offene Fragen.

Die Leiche der 36 Jahre alten Nadine E. war vor mehr als einem Jahr in Ludwigsburg entdeckt worden - acht Tage nachdem sich das Verbrechen zugetragen haben soll. Die Ermittlungen einer 55-köpfigen Sonderkommission zogen sich über zehn Monate, bevor der Ehemann im vergangenen August verhaftet wurde. Die Tat hatte er immer bestritten (Az.: 9 Ks 111 Js 118022/15).

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