Nach Umfragetief: "SPD wählen"

Als Konsequenz aus den miesen Umfragewerten spitzt die SPD ihre Botschaft an die Wähler in den letzten drei Wochen zu: Wer die grün-rote Landesregierung behalten will, muss SPD wählen.

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Die SPD wird kämpfen müssen wie ein Löwe, möchte sie auch nach dem 13. März weiter im Tandem mit den Grünen regieren.  Foto: 

"Dass da ein Hauch von Depression drinliegt, will ich gar nicht abstreiten. Und Enttäuschung", sagte SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel gestern zum jüngsten Umfrageergebnis für seine Partei. Mit nur noch 14 Prozent büßten die Genossen sogar noch einen weiteren Prozentpunkt verglichen mit dem Vormonat ein. Ob er glaube, dass das der unterste Wert sei, wurde er gefragt. Schmiedel: "Schon die 14 Prozent sprengen mein Vorstellungsvermögen."

Als Konsequenz wollen die Sozialdemokraten jetzt die Wahlberechtigten ansprechen, die laut Umfrage mit 52 Prozent für eine Fortsetzung der grün-roten Landesregierung votieren, Grünen und SPD mit 28 beziehungsweise 14 Prozent aber nur eine nichtregierungsfähige Mehrheit von 42 Prozent geben wollen. "Wir müssen den Widerspruch ins Zentrum stellen und zuspitzen: Wenn ihr die Regierung wirklich wollt, geht das nur mit der SPD." Die Großflächenplakate lägen im Entwurf vor, hinzu kämen Flugblätter. Man müsse klarmachen, dass das Wahlergebnis nicht darüber entscheiden werde, wieviele Flüchtlinge ins Land kommen.

"Ich will auf jeden Fall ne 2 vorndran und halte das auch für realistisch", sagte Schmiedel unter Verweis auf die Wählerbewegung kurz vor der Landtagswahl 2011. "Ich glaube, dass wir den Turnaround noch sehen werden." Befragt zu den Koalitionsoptionen sagte Schmiedel, eine schwarz-rot-gelbe Ampel sei "eine wilde Spekulation." Die SPD wolle mit den Grünen regieren, diese Aussage gelte bis zum 13. März, 18 Uhr. "Dann besichtigen wir das Ergebnis in aller Demut und hoffen, dass wir uns in der Woche darauf mit den Grünen zu Koalitionsverhandlungen verabreden können." Aber es seien auch nicht alle Türen zugeknallt.

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Kommentare

20.02.2016 16:48 Uhr

Antwort auf „Ich werde die SPD definitv NICHT wählen”

Naja... Von Wehner, Brandt, Schumacher, Schmidt zu

Nahles, Gabriel, Stegner, Fahimi....

Das erklärt den Niedergang...

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20.02.2016 14:21 Uhr

Ich werde die SPD definitv NICHT wählen

Eine Partei die aufgerieben zwischen CDU und Grün heil- und planlos agiert. Das Einzige wofür die SPD in BaWü steht ist der Kampf gegen die AfD.
Ohne selber Profil entwickelt zu haben, im Schatten der Grünen.
Farblos
Profillos
Abwählbar.
Schade, wie tief die Sozialdemokratie in BaWü zwischenzeitlich gesunken ist...

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20.02.2016 13:11 Uhr

Volkspartei?

"Ich will auf jeden Fall ne 2 vorndran und halte das auch für realistisch."

Fragt sich nur ob die Zahl zweistellig wird...

Dir SPD tut mir seit 10 Jahren leid. Zwischen der linken Linken und der linken Merkel eingeklemmt löst sie sich auf. Es bleibt Geschichte.
Noch nicht gleich, aber doch bald.
Und das trotz dieses beindruckenden Führungspersonals.

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