Nach Reform: Mehr Ehen von katholischer Kirche aufgehoben

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Ein Bräutigam streift seiner Braut den Ehering über den Finger. Foto: Andreas Lander/Archiv

Die katholische Kirche in Baden-Württemberg hat nach einer von Papst Franziskus auf den Weg gebrachten Reform mehr Ehen annulliert als zuvor. Ziel der Reform war eine Verkürzung des sogenannten Ehenichtigkeitsverfahrens. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gab es 2016 eine Steigerung um gut 30 Prozent auf 71 Verfahren. In 60 Fällen sei die Ungültigkeit der Ehe festgestellt worden, teilte die Diözese mit. Ein Grund kann neben Formfehlern auch sein, dass ein Ehepartner Kinder von vorneherein ausschließt.

In der Erzdiözese Freiburg wurden nach Angaben der Pressestelle im vergangenen Jahr 47 Verfahren neu angenommen, nach 34 im Jahr 2015. Bei 32 Urteilen wurde die Ehe in 20 Fällen für nichtig erklärt.

Ein Grund für ein Ehenichtigkeitsverfahren kann sein, dass ein Katholik als geschiedener Wiederverheirateter weiterhin an der Kommunion teilnehmen möchte. Für Mitarbeiter der Katholischen Kirche kann es auch arbeitsrechtliche Gründe geben. Erst Anfang Februar hatte die Bischofskonferenz entschieden, diese Gruppe nicht mehr grundsätzlich von der Kommunion auszuschließen.

Informationen der Diözese Rottenburg-Stuttgart

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