Nach Amoklauf höhere Rente für Lehrerin

Nach dem Amoklauf an der Realschule in Winnenden steht einer Lehrerin eine höhere Entschädigung zu, obwohl sie von dem Verbrechen nicht direkt betroffen war.

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Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) bestätigte eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart. Demnach muss das Land der nicht mehr arbeitsfähigen Frau ein Unfallruhegehalt von 80 statt 71 Prozent bezahlen, außerdem bekommt sie 80.000 Euro als Entschädigung.

Das Land hatte behauptet, die Lehrerin sei "zu keiner Zeit der objektiven Gefahr der Körperverletzung oder Tötung ausgesetzt" gewesen, weil die Morde auf einem anderen Stockwerk begangen worden seien. Es habe sich um einen "generalisierten Angriff" des Amokläufers gehandelt, dieser sei "nicht gezielt auf die Klägerin gerichtet" gewesen. Der Täter hatte am 11. März 2009 in dem Gebäude neun Kinder und drei Lehrerinnen erschossen.

Die Argumente des Landes überzeugten den VGH-Senat nicht. Ein körperlicher Kontakt sei nicht nötig gewesen, maßgeblich sei vielmehr, dass der Täter eine Schusswaffe mit großer Reichweite sowie eine Vielzahl von Patronen bei sich gehabt habe. Solange sich der Amokläufer auf dem Schulgelände befunden habe, sei auch die Lehrerin "objektiv gefährdet" gewesen. Überdies zähle nicht allein eine etwaige körperliche Verletzung, auch eine psychische Erkrankung müsse berücksichtigt werden.

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