Nabu kürt Star zum Vogel des Jahres

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Ein Star breitet seine Flügel aus. Foto: Patrick Pleul/Archiv  Foto: 

Er schmückt sich mit einem glänzenden Gefieder und hat eine tolle Stimme: Der Star ist der Vogel des Jahres 2018. Das gaben der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz am Freitag bekannt. Er folgt auf den Waldkauz, der den Titel 2017 innehat.

„Der Star ist ein echtes Showtalent und würde bei jeder Castingshow abräumen“, sagte Stefan Bosch, Vogelschutzexperte des Nabu Baden-Württemberg. Er sei ein Könner der Imitation und biete im Schwarm einen faszinierenden vielstimmigen Chorgesang.

Dem Ornithologen zufolge ist der Stimmkünstler seit der Jahrtausendwende im Südwesten seltener zu hören. „Es fehlt ihm zunehmend an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung, insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft“, sagte er. „Am Bodensee hat die Zahl der Brutpaare zwischen 1980 und 2010 um ganze 38 Prozent abgenommen.“

Zu schaffen macht dem Star unter anderem der Schwund von Insekten, der mit dem Einsatz von Spritzmitteln einhergeht. In Siedlungsräumen, wo er in Nistkästen oder Hohlräumen an Dächern und Fassaden seine Nester baut, fällt Lebensraum durch Bauvorhaben und Sanierungen weg. „Wer ihm und anderen Vögeln im Garten etwas Gutes zu will, verzichtet auf Insektizide und gestaltet seinen Garten naturnah, etwa mit einer Beerenhecke, die zwischen den Feldern leider immer seltener wird“, riet Bosch.

In Deutschland ist der Bestand des Stars laut Nabu in nur zwei Jahrzehnten um eine Million auf inzwischen drei bis 4,5 Millionen Paare zurückgegangen. In Baden-Württemberg gibt es noch etwa 320 000 Brutpaare.

Nabu-Webseite

Webseite Vogel des Jahres

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