Mutmaßliche IS-Terrorzelle soll in Hamburg vor Gericht

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Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Foto: Soeren Stache/Archiv

Drei im September festgenommene mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ müssen sich aller Voraussicht nach in Hamburg vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft hat am dortigen Oberlandesgericht Anklage gegen die Männer erhoben, wie am Donnerstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Den Syrern wird vorgeworfen, im Auftrag des IS nach Deutschland gereist zu sein, um einen Anschlag zu verüben oder weitere Anweisungen abzuwarten.

Die 18, 19 und 26 Jahre alten Männer waren bei einem Großeinsatz am 13. September in Flüchtlingsunterkünften in Schleswig-Holstein gefasst worden. Seither sitzen sie in Untersuchungshaft.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sprach damals von einer möglichen „Schläferzelle“. Er sagte auch, die drei Männer seien mit derselben Schlepperorganisation nach Europa gelangt wie die Islamisten, die die Pariser Attentate im November 2015 verübt hatten. Hinweise auf „konkrete Aufträge oder Anweisungen“ gab es nach damaligen Angaben der Bundesanwaltschaft bei der Festnahme nicht.

Den Ermittlungen zufolge bekamen die Männer vom IS Geld und Handys mit einem Chatprogramm, zum Teil auch gefälschte Reisedokumente. Nach Deutschland gelangten sie im November 2015 über die Türkei, Griechenland und die Balkanroute. Die Anklageschrift wirft ihnen Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung und Urkundenfälschung vor.

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Mitteilung zu den Festnahmen im September

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