Mitarbeiter einer Alno-Tochter freigestellt: Kein Geld da

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Die Aufschrift ALNO AG prangt am Haupteingang des Küchenherstellers Alno. Foto: Felix Kästle/Archiv  Foto: 

Die Krise beim insolventen Küchenbauer Alno spitzt sich zu. Der Insolvenzverwalter Martin Hörmann entschied am Donnerstag, die Mitarbeiter der Alno-Tochterfirma Wellmann aus Enger in Nordrhein-Westfalen von diesem Samstag an freizustellen. Grund sei „die Liquiditätssituation“, teilte Hörmann am Donnerstag mit. Soll heißen: Es ist kein Geld mehr da, um das Personal zu bezahlen. Nur eine Rumpfbelegschaft für „insolvenzspezifische Abwicklungsaufgaben“ bleibt vorerst an Bord.

Zuletzt hatte die auf Mittelklasse-Küchen spezialisierte Firma 400 Mitarbeiter. Die freigestellten Beschäftigten bekommen nun Geld vom Arbeitsamt in Höhe des Arbeitslosengeldes.

Kündigungen haben sie noch nicht erhalten. Nun folgen Gespräche des Insolvenzverwalters mit dem Betriebsrat, um noch diesen Monat einen Interessenausgleich und einen Sozialplan auszuhandeln. Ungeachtet der Freistellungen würden die Investorengespräche fortgesetzt, hieß es in der Mitteilung. Generell gilt aber, dass die Chancen auf einen Investoreneinstieg nach der Freistellung des Personals sinken.

Bei einer anderen Tochterfirma, der auf Billigküchen spezialisierten Pino aus Coswig (Sachsen-Anhalt), sieht es hingegen besser aus - für sie war vergangene Woche der Verkauf bekanntgegeben worden. Pino geht an eine Investorengruppe um Deutschlands Marktführer Nobilia, die etwa 230 Mitarbeiter behielten ihre Jobs. Nobilia sitzt in Ostwestfalen, dem Zentrum der deutschen Küchenindustrie; die Zentrale in Verl ist nur etwa 50 Kilometer vom Wellmann-Werk in Enger entfernt. Diese geografische Nähe zu Nobilia und anderen Branchengrößen hat Wellmann bei der Suche nach Investoren aber bisher nicht geholfen.

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