Ministerin Sitzmann vertagt Informatik

Baden-Württembergs Ministerin für Finanzen hat zum neuen Informatik-Unterrichtskonzept noch Gesprächsbedarf und verschiebt es.

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Finanzministerin Edith Sitzmann.  Foto: 

Ursprünglich sollte die grün-schwarze Landesregierung nächsten Dienstag die Ausweitung des Informatikunterrichts beschließen. Doch nun ist der Punkt „Bildungsplanreform 2016“ von der Tagesordnung des Treffens verschwunden. „Das Finanzministerium sieht noch Gesprächsbedarf bei der Finanzierung der Jahre nach dem Doppelhaushalt“, erklärt eine Sprecherin von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), die das Konzept, wie berichtet, vorgelegt hatte.

Ein Sprecher von Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) erwidert: „Das Kultusministerium hat leider vergessen, diese Kabinettsvorlage mit uns abzustimmen.“ Man befürworte den Informatik-Ausbau, habe aber noch Gesprächsbedarf.

Die Ausweitung des Informatikunterrichts auf alle weiterführenden Schularten ab Klasse 7, die ab kommendem Sommer stufenweise in mehreren Formaten erfolgen soll, ist teuer. In der Kabinettsvorlage sind die nötigen Lehrerstellen und die entsprechenden Kosten exakt aufgeführt. In den Jahren 2018/19 sind es 20,9 Millionen Euro und 2020 bis 2022 sogar 61,2 Millionen Euro. Gegenfinanziert sind aber nur die ersten beiden Jahre, weiter blickt der gerade im parlamentarischen Verfahren befindliche Doppelhaushalt nicht. Die Ministerien müssen das Konzept nun neu abstimmen und um Formulierungen zanken. Dem Vernehmen nach soll das Kabinett eine Woche später zustimmen.

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