Mehr Geld nötig

Die Duale Hochschule steht bei allen Landtagsfraktionen hoch im Kurs. Uneinigkeit aber gibt es darüber, wie ihre Unterfinanzierung zu beheben ist.

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Geht es um die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) sind sich alle Landtagsabgeordneten einig: Sie ist ein Erfolgsmodell. Aus dem 1972 von den Unternehmen Daimler, Bosch und Standard Elektrik Lorenz mit der Landesregierung erfundenen "Stuttgarter Modell", einer Lehre mit zusätzlichen Studienelementen, ist mit acht Standorten die DHBW entstanden. Mit inzwischen über 28 000 haben die früheren Berufsakademien heute die meisten Studierenden von allen Hochschulen im Land. Von lange gepflegtem akademischem Dünkel ist keine Rede mehr: Die DHBW ist seit kurzem vollberechtigtes Mitglied der Hochschulrektorenkonferenz.

In der Landtagsdebatte, die die Grünen beantragt hatten, ging es gestern aber vor allem um die Finanzierungsprobleme der Dualen Hochschule. Die rasante Erhöhung der Zahl der Studienanfängerplätze beim Ausbauprogramm 2012 ist, wie auch die Opposition nicht bestritten hat, nicht nachhaltig genug finanziert. Pro Platz fehlen 4000 Euro, 16 Millionen Euro im Jahr. Zudem fehlen Räumlichkeiten.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) sagte, dass es neue Unterbringungsmöglichkeiten in Stuttgart und Mannheim geben müsse. Auch müsse die langfristige Finanzierung "auf ein vertretbares Maß" angehoben werden. CDU und FDP kreideten der Landesregierung an, dass die Abschaffung der Studiengebühren die DHBW jährlich fünf Millionen Euro koste. Denn seit diesem Semester bekomme sie pro Student als Ausgleich aus dem Landesetat knapp 100 Euro weniger. Bauer räumte ein, dass es sich um "einen relevanten Faktor" handele. Die DHBW, die immer wenig Gebührenfreistellungen hatte, gehöre aber nur deshalb "zu den Verlierern", weil der Ausgleichsbetrag einheitlich und damit gerecht über alle Hochschularten errechnet worden sei.

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