Mehr Badetote am Bodensee

Die heißen Temperaturen haben im letzten Sommer zahlreiche Badegäste an den Bodensee gelockt. Mancher Schwimmausflug endete tödlich.

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2015 kamen deutlich mehr Menschen zum Baden an den Bodensee.  Foto: 

Die Hitzewelle hat im vergangenen Sommer am Bodensee nicht nur die Zahl der Badegäste steigen lassen - deutlich mehr Menschen sind beim Baden ums Leben gekommen. Allein auf baden-württembergischer Seite seien zehn Menschen gestorben, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen, Christoph Mandalka, am Freitag. Das seien doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor. Verletzt wurden bei Bade-, Schiffs- und Tauchunfällen 35 Personen.

Die langanhaltende Hitzewelle im vergangenen Sommer sei der Hauptgrund für den starken Anstieg. Das gute Wetter habe zahlreiche Urlauber und Badegäste angelockt. "Das bedeutet zwangsläufig Arbeit für uns", sagte der Leiter der Wasserschutzpolizeidirektion Baden-Württemberg, Wolfgang Ochner. Viele tödlich verunglückte Schwimmer seien ältere Menschen gewesen, zum Teil hätten sie auch Vorerkrankungen gehabt.

Insgesamt kamen an den Ufern von Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und der Schweiz 19 Menschen ums Leben. Auch hier verdoppelte sich die Zahl im Vergleich zu 2014. 18 Menschen starben beim Baden, eine Person verunglückte beim Tauchen. Verletzt wurden im vergangenen Jahr 54 Menschen. Eine Person werde noch immer vermisst, hieß es.

Zu Schiffsunfällen kam es 2015 am gesamten Bodensee 150 Mal - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, als es insgesamt 147 Fälle gab. Meistens sei mangelnde Sorgfalt der Grund, sagte Mandalka. Manchen Schiffsführern fehle schlicht die Erfahrung im Umgang mit den Booten. Das Charterangebot am Bodensee habe in den vergangenen Jahren zugenommen - und wer nur ab und an mal ein Boot miete, habe nicht die gleiche Sicherheit wie ein Schiffsführer, der regelmäßig fahre.

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