Medien: Neue Spur im Mordfall Bögerl

Nach SWR-Informationen gibt es eine vielversprechende Spur im Mordfall Bögerl. Ein Hinweisgeber will DNA-Material vom Täter besitzen.

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Im tragischen Mordfall Maria Bögerl hat die Polizei angeblich eine "vielversprechende" Spur. Laut Informationen des Radios "SWR Info" hat sich ein Hinweisgeber gemeldet, der nach eigenen Worten den Mörder von Maria Bögerl kennt - und sogar DNA-Material von ihm besitzen will. Aus Ermittlerkreisen verlautete nach SWR-Recherchen, die Polizei stufe die Spur als "vielversprechenden Ermittlungsansatz" ein. Allerdings seien noch umfangreiche Abklärungen nötig.

Schon Ende 2011 habe sich der Hinweisgeber anonym gemeldet und den Ermittlern DNA zugespielt, die vom Täter stammen soll. Allerdings sei es der Polizei damals nicht gelungen, das Material ausreichend genau zu analysieren. Weil der Hinweis anonym erfolgte, wurde die Spur daraufhin als erledigt angesehen. Am Mittwochabend nach der Ausstrahlung der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY . . . ungelöst" habe sich dieser Hinweisgeber erneut bei den Ermittlern gemeldet. Diesmal habe er seinen Namen genannt - und den des angeblichen Täters. Maria Bögerl war im Mai 2010 entführt worden. Etliche Wochen nach einer gescheiterten Lösegeldübergabe wurde ihre Leiche gefunden. Ihr Mann nahm sich ein Jahr später das Leben.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet derweil, dass die Ermittler mehr als zwei Jahre lang eine wichtige Spur vernachlässigt haben sollen. Bereits sechs Tage nach der Entführung Bögerls erreichte die Soko demnach ein anonymer Brief. Der Absender habe darin offensichtlich mitgeteilt, dass Maria Bögerl bereits tot sei.

Damals galt die Frau noch als vermisst, ihre Leiche wurde erst Wochen später entdeckt. Weiter hieß es in dem Brief angeblich, die Täter seien einer bestimmten Volksgruppe zuzuordnen. Sie seien in Panik geraten. Der Absender nannte laut "Spiegel" zwei Namen. Die Spur sei damals geheim gehalten worden. Im August 2010 habe dann die Soko auf "Spiegel"-Anfrage angegeben, die Behauptungen des Briefschreibers seien ausermittelt und es habe sich nichts ergeben. Nun aber appellierte die Polizei vergangene Woche im "Aktenzeichen XY" an den Verfasser des Briefs, sich zu melden, weil die Ermittler davon ausgingen, dass er die Täter kennt. Die Polizei wollte den "Spiegel"-Bericht gestern nicht kommentieren.

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