Medien: Denkmalschutz siegt gegen Windkraft

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Ein Streit um ein kulturpolitisch heikles Windkraftprojekt der EnBW auf der Schwäbischen Alb ist Medien zufolge zugunsten des Denkmalschutzes ausgegangen. Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises lehnte den Antrag des Stromkonzerns ab, bei der Bocksteinhöhle drei rund 200 Meter hohe Windräder zu bauen, wie „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ (Freitag) berichteten. Die Entscheidung sei „aus denkmalschutzrechtlichen Gründen“ erfolgt, wurde Landrat Heiner Scheffold zitiert. Das Landratsamt war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Denkmalschützer hatten gewarnt, dass die Windräder für den offiziellen deutschen Unesco-Antrag, die Höhlen der Alb als Weltkulturerbe zu adeln, das Todesurteil bedeute. In den sechs Höhlen werden immer wieder bis zu 40 000 Jahre alte Figuren gefunden.

Mit den Tier- und Menschenfiguren sowie Musikinstrumenten seien in den Höhlen aus dem Ach- und Lonetal die ältesten Belege menschlichen Kunstschaffens gefunden worden, hieß es anlässlich der Nominierung für den Antrag vor einem Jahr. Zu den Höhlenschätzen gehören das Mammut vom Vogelherd (Kreis Heidenheim), die Venus vom Hohle Fels und der Löwenmensch vom Hohlenstein-Stadel (beide Alb-Donau-Kreis).

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