SPD-Kanzlerkandidat Schulz: „Ich kämpfe nicht mit Umfragen“

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Samstag in Karlsruhe erneut für seine Politik geworben und alle Wahlberechtigten aufgerufen, zu den Urnen zu gehen.

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SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz. Foto: Patrick Seeger  Foto: 

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat seine Partei für die letzte Woche vor der Bundestagswahl zu einem engagierten Wahlkampf aufgerufen. Die Sozialdemokraten könnten in den letzten Tagen noch viel bewegen, sagte er bei zwei Wahlkampfauftritten am Samstag in Freiburg und Karlsruhe. Dies gelte auch für ihn, er lasse sich durch schlechte oder ungünstige Prognosen nicht entmutigen. „Ich kämpfe nicht mit Meinungsforschern oder mit Meinungsumfragen“, sagte Schulz in Freiburg: „Ich kämpfe für meine Überzeugungen, ich kämpfe für meine und unsere Prinzipien.“

Vor der Bundestagswahl am 24. September liegt die SPD in den Umfragen weit hinter der CDU/CSU zurück. Für den SPD-Kanzlerkandidaten gilt dies auch im direkten Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Schulz forderte Merkel erneut dazu auf, sich im Wahlkampf an einer Debatte über Zukunftsthemen zu beteiligen. Er warf ihr eine „Schlaftablettenpolitik“ vor. Diese werde den Menschen nicht gerecht.

Wichtig sei, wählen zu gehen. Er verwies - vor allem an die jungen Menschen gerichtet - auf jüngste Entscheidungen in Großbritannien und im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf: „Denkt an Brexit, denkt an Trump.“ Wählen zu gehen stärke die Demokratie. Nur so könnten rechtsgerichtete und populistische Politiker und Parteien klein gehalten werden, erklärte Schulz. Bei der US-Wahl hatten knapp 30 Prozent der Wahlberechtigten nicht gestimmt, beim Brexit-Referendum war vor allem die Beteiligung junger Wähler sehr gering.

Zu der Kundgebung in Freiburg kamen nach Angaben der Polizei rund 4500 Teilnehmer, in Karlsruhe waren es den Angaben zufolge 2500 Zuhörer. In den kommenden Tagen wird Schulz noch in Stuttgart, Heidelberg und Mannheim erwartet.

Der Wahlkampf steht unter dem Eindruck aktueller Umfragen: Am Freitag war die SPD im ZDF-„Politbarometer“ auf 23 Prozent. Für die Union ermittelte die Forschungsgruppe Wahlen 36 Prozent. Während sich 56 Prozent der Befragten für einen Verbleib Merkels im Amt aussprachen, wollten nur 32 Prozent, dass Schulz sie ablöst. Auch in Baden-Württemberg liegt die CDU Prognosen zufolge klar vor der SPD.

Wahlkampfauftritte Martin Schulz

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Kommentare

16.09.2017 20:42 Uhr

Antwort auf „titanic”

Ach ja, die schöne Tugend Mut gehört sicher nicht dazu , AfD zu wählen, eher das Gegenteil.
Aber das macht ja nichts.
Auf eine hohe Wahlbeteiligung!

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16.09.2017 20:33 Uhr

titanic

Wenn Wahlen etwas ändern könnten…
Egal. Ich wähle – sozusagen wider besseren Wissens – trotzdem.
Und sei es nur, um unsere unsägliche Kanzlerin ein wenig zu ärgern…

Also, Freunde, ein Kreuz bei der AFD muss her. Oder traut ihr euch nicht?
Weil das NAZIS sein sollen? BULLSHIT! Die haben so viele Nazis wie die Grünen Pädophilie. Also zu viele. Aber das wird sich schon noch regeln…

Wie sagt da immer einer: auf eine hohe Wahlbeteiligung!
PS: die Wahl ist geheim, also, don’t panic!

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