Mannheimer Kunsthalle schließt für Neubau

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Die Direktorin der Mannheimer Kunsthalle, Ulrike Lorenz, hat für den Museums-Neubau geworben und sprach von einem „Entwurf in die Zukunft“. Zum letzten Mal vor ihrer Schließung bis voraussichtlich Weihnachten präsentierte die Kunsthalle den Besuchern am Sonntag Gemälde und Skulpturen.

Ein 68,3 Millionen Euro teurer und nicht unumstrittener Neubau geht an diesem Montag in die nächste Phase. „Eine Veränderung von A bis Z passiert einem solchen Haus wohl nur einmal im Leben“, sagte Direktorin Lorenz bei einem Vortrag in der Alten Bibliothek des Museums.

Die seit 2009 in Mannheim tätige Kunsthistorikerin warb mit Nachdruck für das Projekt, das ein Atrium mit Glasdecke und eine Fassade mit filigranem Metallgewebe vorsieht. „Der Neubau ist ein Entwurf in die Zukunft und ein wahnsinnig lebendiges architektonisches Haus“, sagte die 1963 in Gera (Thüringen) geborene Lorenz. Künftig soll etwa eine 140 Quadratmeter große Terrasse mit Blick auf den Wasserturm den Besuchern eine Kunst-Pause ermöglichen.

Die Direktorin kündigte zudem eine „digitale Strategie“ für die Wiedereröffnung an. „Kein Smartphone kann die Begegnung mit dem Originalkunstwerk ersetzen, aber das Publikum kann sich etwa seinen Katalog oder seine Führung selbst zusammenstellen“, meinte Lorenz. „Es geht uns nicht um das Abarbeiten von Kunstgeschichte. Wir wollen ein modernes Museum sein und kein verstaubter Laden“, sagte sie.

Kunsthalle

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