Malu Dreyer muss vors Stockacher Narrengericht

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Malu Dreyer (SPD) Foto: Arne Dedert/Archiv

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer kommt in diesem Jahr vor das Stockacher Narrengericht. Die SPD-Politikerin müsse sich am „Schmotzigen Dunschtig“ (23. Februar) in Stockach (Kreis Konstanz) verantworten, gaben die Richter am Freitag auf ihrer traditionellen Dreikönigssitzung bekannt. Die „Klagepunkte“ wurden jedoch noch nicht mitgeteilt.

„Dass sie sich standhaft weigerte, im Wahlkampf bei einer Fernsehdiskussion die Sprücheklopferei der Rechtsnationalen ertragen zu müssen, rechneten ihr die Wählerinnen und Wähler offenbar hoch an“, erklärte Ankläger Thomas Warndorf. „Mit solchen Narren wollte sie nichts zu tun haben. Mit den Narren in Stockach aber gern.“

Die mehr als 600 Jahre alte Fastnachts-Institution des Stockacher Narrengerichts gehört zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Es geht zurück auf den Hofnarren Hans Kuony des Habsburger Herzogs Leopold I. Als Dank für gute Ratschläge erhielt er 1351 das Privileg, jedes Jahr ein Narrengericht abhalten zu dürfen.

Im vergangenen Jahr wurde Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zu 180 Litern Wein verurteilt. Die närrischen Richter befanden ihn der „Diskriminierung durch vorsätzlichen Mautismus“ für schuldig.

Stockacher Narrengericht

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