Luftqualität im Land deutlich verbessert

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Luft, Wasser, Lärm, Müll und Wald: auf den großen Feldern der Umweltpolitik hat sich in den drei Jahrzehnten, seit die Landesanstalt für Umwelt Messwerte beobachtet, immens viel verbessert. Gestern präsentierte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) den neuesten Datenbericht. Was früher wichtig war, ist oft aus den Schlagzeilen verschwunden: Der Müll ist kein Thema mehr, mit unter 150 Kilo pro Einwohner liegt der Südwesten weit unter Bundesschnitt. Auch Nitrate im Trinkwasser regen dank massiver Absenkungen die Öffentlichkeit nicht mehr auf. Doch jede sechste Messstelle meldet noch zu hohe Werte. Für Untersteller ist das ein Beleg, dass bisherige Schutzmaßnahmen zwar geholfen haben, aber nicht mehr weiterführen. Das Ministerium arbeitet an einem neuen Wassergesetz.

Auch die Luftqualität ist seit 1994 besser geworden mit bis zu 70 Prozent weniger Schadstoffemissionen. Smog kommt nicht mehr vor, dafür gibt es neue Herausforderungen wie den Feinstaub. Untersteller und die Präsidentin der Landesanstalt, Margareta Barth, loben die Fortschritte: "Sie haben nicht mehr die Schaumkronen auf dem Neckar, nicht mehr die Färbungen in den Flüssen, keine wilden Mülldeponien - das ist alles Vergangenheit."

Als neue Aufgaben nannte Untersteller den Umbau der Energiewirtschaft und den sparsameren Einsatz von Ressourcen. Dazu hat das Kabinett ein Programm verabschiedet, das das Energiesparverhalten in Behörden erfasst. Hinzu kommt der Klimawandel: Die Temperatur im Südwesten steigt. Das schadet dem Wald, jeder dritte Baum gilt als stark geschädigt.

Der Umweltverband BUND zieht ein anderes Fazit: An den Umweltdaten sei nur die Stagnation nachhaltig, von einer echten Trendwende sei man weit entfernt, sagt die Landeschefin Brigitte Dahlbender.

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