Lisa Ryzih froh über russische Doping-Enthüllungen

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Lisa Ryzih. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Lisa Ryzih, Vize-Europameisterin im Stabhochspringen, bewertet die jüngsten Doping-Enthüllungen in ihrem Geburtsland Russland als positiv. „Umso mehr Licht in die Sache kommt, desto besser für uns. Ich bin froh, dass hart durchgegriffen wird“, sagte die 28-Jährige vom ABC Ludwigshafen am Dienstag in Karlsruhe. „Ich weiß nicht, ob ich in meiner Karriere ein paar Plätze durch Gedopte verloren habe. Aber ich hoffe, dass wir künftig dieselbe Ausgangslage haben.“

Ryzih ist in Omsk geboren und kam im Alter von vier Jahren als Aussiedlerin aus Sibirien mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie gewann bei der EM im Juli in Amsterdam Silber. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro belegte sie Rang zehn, vier Jahre zuvor in London war sie Sechste geworden.

Mehr als 1000 russische Sportler sind nach Ermittlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur zwischen 2011 und 2015 Teil einer großangelegten staatlichen Dopingpolitik gewesen. Dies hatte Richard McLaren, Chefermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, bei der Vorstellung seines zweiten Berichts am vergangenen Freitag mitgeteilt. Die Manipulationen betreffen demnach auch die Olympischen Spiele 2012 und die Leichtathletik-WM 2013 in Moskau.

„Es muss nicht nur Russland sein, es gibt auch andere Länder“, sagte Ryzih. Als positiv erachtet sie auch das Karriereende der russischen Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa, die nun in der Sportpolitik Karriere macht: „Früher hat man gewusst, der erste Platz ist eh weg. Jetzt sind alle gleich.“

Porträt Ryzih

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