Lesben- und Schwulenverband beklagt Widerstände

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Rote Schleife als Symbol der Solidarität mit HIV-Positiven und Aids-Kranken. Foto: A.Dedert/Archiv  Foto: 

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland beklagt vor dem Welt-Aids-Tag (1. Dezember) noch immer Widerstände in der Gesellschaft gegen Homosexualität. Als „sehr enttäuschend und symptomatisch für evangelikal geprägte Landeskirchen“ bezeichnete der Bundessprecher des Verbandes, Markus Ulrich, die Entscheidung in der evangelischen Landeskirche, eine Segnung homosexueller Paare nicht zuzulassen.

In Bezug auf den Welt-Aids-Tag bestätigte er die Haltung der Aidshilfe Stuttgart, dass sich durch die Ehe für alle, die 2017 beschlossen wurde, auch der Umgang mit Krankheiten wie Aids verändere. Wer offen und selbstbewusst leben könne, schütze sich wahrscheinlich auch selbstbewusster gegen Krankheiten, indem er zum Beispiel beim Sex auf eine Kondom bestehe, so Ulrich.

Die größte Aids-Hilfe des Landes in Stuttgart veranstaltet aus Anlass des Welt-Aids-Tages am 2. Dezember zum dritten Mal einen Weihnachtsball im Kursaal Bad Cannstatt. „Wir wollen, dass sich auf unserem Ball verschiedene Lebenswelten begegnen, die sonst nicht aufeinandertreffen würden“, sagte der Leiter der Aids-Hilfe Stuttgart, Franz Kibler. So solle das stigmatisierte Thema ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden.

In Baden-Württemberg leben nach Angaben der Aids-Hilfe etwa 9400 Menschen mit dem HI-Virus. Unbehandelt führt der Virus zu der tödlichen Krankheit Aids. Rund 300 Menschen haben sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr im Südwesten mit HIV angesteckt.

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