Lea Ellwangen: "Es gibt viele schwarze Schafe"

Die Vorfälle in Villingen-Schwenningen lösen auch an der Lea Ellwangen Empörung aus. "Dass man sich gegenseitig Aufträge abgräbt, das gibt es immer wieder", sagt Norman Schmidt, der als Sicherheitsbeamter in der Lea arbeitet.

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"Aber dass man Handgranaten schmeißt, das hab ich noch nie gehört." Es gebe viele schwarze Schafe in der Branche, aber dabei gehe es meist um schlechte Bezahlung und einen erbitterten Preiskampf. Nicht um Gewalt.

Besonders die Arbeit in Flüchtlingsheimen benötigt Feingefühl. In der Lea Ellwangen sind tagsüber 35 Sicherheitsleute der Firma Siba im Einsatz, nachts 30. Die Tagschicht läuft von 6.30 bis 18.30 Uhr.

Die Wachleute sind über die ganze Kaserne verteilt, in der Kantine, am Infopoint, an der Pforte, sie laufen Streife am Kasernenzaun. Und sie sind immer mindestens zu zweit unterwegs. "Wir bereiten das Verwaltungshandeln vor", erklärt Firmensprecher Joachim Feldhaus.

Der Zuzug von Asylbewerbern beschert den Firmen einen Boom, aber stellt sie auch vor große Herausforderungen. Die Wachmänner in den Unterkünften müssen Autorität besitzen, aber gleichzeitig sensibel mit teils traumatisierten Menschen umgehen. Sie müssen nach innen für Ruhe sorgen und die Heime nach außen vor Angriffen wie Brandanschlägen schützen. "Wir sind immer an vorderster Front", berichtet Schmidt.

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