Lange Haft für Brandstifter soll klares Signal sein

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Siebeneinhalb Jahre muss ein 22-Jähriger in Haft wegen einer Bombendrohung gegen das Heilbronner Volksfest und zwei Brandstiftungen. Das Urteil  des Heilbronner Landgerichts soll „ein klares Signal“ sein. „Droher und Trittbrettfahrer sollen wissen, was sie erwartet“, betonte Richter Roland Kleinschroth

Der Aushilfsfahrer habe sein Leben „ziemlich verpfuscht“, sagte der Richter in der Urteilsverkündung. Es sei perfide, mit den Ängsten der Menschen zu spielen. In fünf Prozesstagen war die Anklage der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang bestätigt worden. Demnach hat der 22-Jährige vor gut einem Jahr zweimal in Bad Wimpfen Feuer gelegt in jenem Haus, in das er kurz zuvor selber eingezogen war. Die Feuerwehr musste vor allem ältere, gehbehinderte Menschen retten. Diese Brandstiftung, bei der ein Schaden von 48 000 Euro entstand,  wertete die Schwurgerichtskammer als versuchte Morde in jeweils 17 Fällen. Der Täter habe in dem Haus Angst und Schrecken verbreitet und „mit dem Leben der Mitbewohner gespielt“.

Mit der Androhung einer Bombenexplosion am ersten Tag des Heilbronner Volksfestes im Juli 2016 habe er „immensen Schaden bei den Schaustellern“ angerichtet. Sie beziffern ihren Ausfall auf 150 000 Euro. Durch diese Störung des öffentlichen Friedens habe er Festbesuchern die „unbeschwerte Freude“ genommen, sagte Kleinschroth.

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