Land schiebt grüne Forschung mit Millionen an

13 Millionen Euro steckt das Land in Grundlagenforschung. Das Ziel: Mit Grünen Ideen schwarze Zahlen schreiben - ganz nach dem Grünen-Motto.

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Aus Stroh Geld machen: Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne)  Foto: 

"Wir machen aus Stroh Gold", verspricht Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Jedenfalls dann, wenn die Universitäten und Forschungseinrichtungen im Land ihre Projekte zur Bioökonomie erfolgreich abschließen. Das Kabinett hat gestern die Freigabe von 13 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren beschlossen. Mit dem Geld werden mehr als drei Dutzend Forschungsvorhaben zur Energiegewinnung, Nahrungserzeugung und Produktfertigung angestoßen. "Ein wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung", lobt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Das Land werde eine Pionierrolle einnehmen und zeigen, dass ökologisches Wirtschaften und der Ersatz fossiler Rohstoffe nicht nur notwendig sind, "sondern dass wir das auch können", sagte der Grünen-Politiker.

Kretschmanns Beispiel ist ein "grüner Dübel", den der Dübel-Pionier Artur Fischer jetzt erfunden hat. Herkömmliche Dübel sind aus Kunststoff, der grüne aus Rizinusöl, also aus einem nachwachsenden Rohstoff. Er ist aber auch nachhaltig, weil der industrielle Einsatz von Rizinusöl im Gegensatz zu Mais nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion steht. "Eine starke Forschungsregion braucht solche Pionierprojekte", sagt Kretschmann. Bauer räumt ein, dass man am Anfang stehe. Die Industrie biete nur wenige, teurere Nischenprodukte an, die den Kriterien der Bioökonomie genügen.

Zu den Schwerpunkten der ersten Vergaberunde zählt die Erforschung der Lignozellulose, die unter anderem der Kraftstoffproduktion dient und an der man zeigen will, wie aus dem Abfallstoff Lignin neue Produkte geschaffen werden könne. Hinzu kommt der Bereich Mikroalgen für die Nahrungsproduktion sowie der Bereich Totholz-Nutzung für Biogas.

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