Grünen-Politiker zu Abschiebung: Belastet Zusammenarbeit

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Uli Sckerl (Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Marijan Murat/Archiv

Die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan in ihr Heimatland belastet das Verhältnis der grün-schwarzen Koalitionspartner in Baden-Württemberg. Der Grünen-Innenpolitiker und Parlamentarische Geschäftsführer Uli Sckerl warf Innenminister Thomas Strobl (CDU) eine „politische Symbolaktion“ vor. „Verstehen kann ich es nicht, wie der Innenminister und der Landesvorsitzende einer Partei mit dem C im Parteinamen zehn Tage vor Weihnachten einen Christen nach Kabul abschiebt“, sagte Sckerl dem SWR mit Blick auf den Fall eines Afghanen, dessen Abschiebung am Mittwoch im letzten Moment gestoppt worden war - auf Intervention des grünen Teils der Landesregierung sowie der Grünen-Fraktion.

„Es hat wirklich eines erheblichen politischen Drucks bedurft, um diesen afghanischen Christen hier in Deutschland zu halten“, sagte Sckerl. Zum Christentum konvertierte Muslime seien in Afghanistan einer extremen Gefahr für Leib und Leben ausgesetzt. Die Grünen erwarteten nun „schonungslose Aufklärung“, warum der Mann abgeschoben werden sollte. „Das belastet unsere Zusammenarbeit mit Innenminister Strobl sehr“, sagte Sckerl. Am Mittwochabend waren mehrere Menschen aus Baden-Württemberg nach Afghanistan ausgeflogen worden.

Sckerl-Interview im SWR

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