Land am Rand: Wenn Peter Hauk hackt

Forstminister Peter Hauk geht durchaus zünftig mit den Behörden-Kollegen des Bundesamtes für Naturschutz ins Gericht. Der Grund: der Umgang mit dem Wolf.

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Peter Hauk (CDU), Baden-Württembergs Minister für Ländlichen Raum.  Foto: 

Manchmal muss es die harte Hacke sein, weiß Peter Hauk. Der CDU-Mann war vor seiner Zeit als Ressortchef im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum (MLR) Förster. So zieht er bis heute bisweilen die Axt dem Florett vor. Das gilt auch für den digitalen Tann, zumindest wenn es um den Wolf geht  – gemeint ist nicht der dichtende Guido, sondern Isegrim.

Schon nach dem ersten Schafsriss im Land ging Hauk mit viel Klopfen durch Blätterwald und Facebook-Forst. Er kritisierte „Naturschutzverwaltung“ und „Verbände“, da diese nicht mit „Pulver und Kupfer“ dem Wolf den Schafshunger austreiben wollen. Nun reagiert Hauk auf Beate Jessel, die Chefin des Bundesamts für Naturschutz (BfN). Diese rechnet laut der Agentur dpa mit 150 bis 160 erwachsenen Wölfen bundesweit, derweil  andere schon von rund 650 Wölfen sprechen. Laut Jessels gebe es in Deutschland noch genügend Platz für den Wolf, es brauche keine Debatte über eine „Obergrenze“.

Hauk wetterte auf Facebook daraufhin über die „ideologischen Schreibtisch-Naturschützer vom BfN“, sie sei eine „Artenvernichtungsbehörde“. Mit „Arten“ meint er „Wanderschafherden“ und „Mutterkuhherden“, die der Wolf bedrohe. Harte Worte von Amt zu Amt. Doch auch Naturschützer und Schäfer im Südwesten klagen hinsichtlich des Wolfs über behördliche Untätigkeit – seitens Hauks MLR, nicht des BfN. Ob der Minister sich deshalb nun wie die Axt im Wald ... Nun ja, wo gehobelt wird, fallen Späne. Und greift man zur Axt, fallen ganze Bäume.

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