Land am Rand: Über Kreuz im Schloss

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Wie im Märchen können sich Brautpaare fühlen, die im Schloss zu Ludwigsburg heiraten. Der Barockpalast gibt dank einer ungewöhnlichen Infrastruktur die passende Location ab auch für Liebende, die unterschiedlichen Konfessionen angehören. Die Residenz ist ausgestattet mit einer katholischen Schlosskirche und einer evangelischen Ordenskapelle. Dieses Nebeneinander ist den historischen Wirrungen zu verdanken. Das Herzogtum Württemberg war auf Geheiß des strenggläubigen Herrschers zwar schon 1534 evangelisch geworden, doch als die protestantische Linie ausstarb, übernahm mit Herzog Carl Alexander ein Katholik das Kommando. 

Heutzutage versprechen sich in den beiden Gotteshäusern die Heiratswilligen gerne die Treue bis zum Tod. Letztes Jahr ließen sich 27 Paare evangelisch trauen, vor einem katholischen Pfarrer begannen sogar 66 Paare ihren Bund für’s Leben. Viel populärer ist der pompöse Rahmen für Hochzeitsfotos. 2016 ließen sich dort 792 Paare ablichten. Jetzt, im Lutherjahr, möchte die Schlossverwaltung ökumenisch getrauten Paaren am Ausgangspunkt ihres gemeinsamen Lebenswegs eine besondere Ehre erweisen. Geboten werden am 29. April, nach einem Gottesdienst, Sekt, Häppchen, Tanz und Schlossführung. Anmeldung ist erforderlich, die Plätze sind limitiert.

Welchen Einfluss dieser festliche Abend im Schloss auf die Paare haben wird, bleibt abzuwarten. Das Motto der PR-Aktion könnte missverstanden werden: „Über Kreuz“.

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