Land am Rand: Staufen wird Youtube-Star

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Die Staufener geben die Hoffnung nicht auf.  Foto: 

Staufen hat es in den zehn Jahren, in denen die Stadt vor sich hin bröselt, zu trauriger Berühmtheit gebracht. Mindestens bundesweit ist das Schicksal des Fleckens im Markgräflerland bekannt geworden. Heerscharen von Reportern waren schon dort, um zu berichten, dass Erdwärmebohrungen im Herbst 2007  Bodenhebungen von bis zu einem halben Meter ausgelöst haben. Grund dafür ist, dass Grundwasser in eine Gips-Keuper-Schicht eingedrungen ist und der Gips quillt und quillt und quillt. Risse in allen Größen ziehen sich durch hunderte von Häusern. Der Schaden liegt längst im zweistelligen Millionenbereich. Bürgermeister Michael Benitz und Einwohner rufen seit Jahren zu Spenden auf, mit denen sie ihre Stadt retten wollen. An manchen Häusern steht auf Transparenten, die wie rote Pflaster aussehen:  „Staufen darf nicht zerbrechen.“ Dafür ist es nach Ansicht des Youtube-Stars Tom Scott aus London „a little bit too late“, ein bisschen zu spät.

Der Mann, der für seine Videoclips mehr als eine Million Abonnenten hat, hat die Stadt besucht und ist schnell zu der Erkenntnis gekommen, dass es für Staufen zu spät sein könnte. Das sehen die Staufener sicher anders, aber vielleicht hat Scotts Video, das auf Youtube zu sehen ist, doch noch einen positiven Effekt. Es wurde in den Tagen, seit es online ist, fast 650 000 Mal geklickt. Wenn es gut läuft, sieht es jemand, der richtig viel Geld hat. Er könnte Staufen helfen. Das wäre jedenfalls besser, als sich hinzustellen und zu sagen, es sei zu spät.

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