Land am Rand: Pechvogel im Storchenkleid

Im Zoo von Basel hat ein Weißstorch nur Pech: Von Graureihern attackiert, fast verhungert, Flügel gebrochen. Hoffentlich heilt alles bis zum Flug gen Süden.

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Glückliche Schweizer! Heißt es doch immer, sie haben Geld wie Heu, sind neutral und  leben das ganze Jahr wie im Bergurlaub. In der Schweizer Tierwelt gibt es anscheinend aber ausgesprochene Pechvögel. Ein Storch im Baseler Zoo zählt dazu.

 Schon im Nest beutelten Schicksalsschläge den männlichen Weißstorch mit der Ringnummer SK 092, wie der Zoo mitteilt. Sein Geschwisterchen sei vom Fuchs gefressen worden, der Bruder geschwächt allein geblieben. Das könnte man jetzt auch unter Glück für den  Überlebenden verbuchen. Aber die Pechsträhne folgt erst: Graureiher haben den jungen Storch heftig attackiert und ihm das Futter dauernd streitig gemacht. Fast wäre er verhungert. Die Tierpfleger des Zoos kümmerten sich.  Gut genährt durfte der Storch dann in die Freiheit. Da prallte er schon nach wenigen Tagen gegen die Fahrleitung der Bahn, die durch den Zoo führt. Die Folge war ein gebrochener Flügel. Pech eben.

Die Zootierärzte haben den Flügel geschient und röntgen ihn jetzt immer wieder, um zu sehen, wie die Heilung klappt. Bis der Storch wieder richtig fliegen kann, bleibt der Vogel im Stall. Bis Ende August muss er aber fit sein, dann beginnt die Reise in die Winterquartiere im Süden. Artgenossen für den langen Flug hat der Pechvogel genug:  38 Storchenkinder aus den Nestern in den Baseler Zoobäumen wurden dieses Jahr beringt.

Land am Rand wünscht dem Pechvogel gute Besserung und einen guten Flug. Und keine Solotouren, bitte: Afrika liegt im Süden. Nicht nach Norden fliegen!

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